Paul Sin­ger

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZER UNTERNEHME - RK

Paul Sin­ger ge­hört zu den den ag­gres­sivs­ten Ak­ti­vis­ten. Be­rühmt be­rüch­tigt wur­de der Grün­der des Hedge Fund El­liott mit sei­nen Wet­ten auf Staatsanleihen. Nach der In­sol­venz Ar­gen­ti­ni­ens 2011 deck­te er sich mit Staats­pa­pie­ren ein und ver­wei­ger­te den Ver­kauf zu ei­nem Ab­schlag auf den No­mi­nal­wert an das süd­ame­ri­ka­ni­sche Land. Statt­des­sen klag­te er auf Zah­lung ei­ner Mil­li­ar­den­sum­me, in­klu­si­ve auf­ge­lau­fe­ner Zin­sen. Sin­ger liess ar­gen­ti­ni­sche Ver­mö­gens­wer­te be­schlag­nah­men und zwang den Staat fak­tisch in die Zah­lungs­un­fä­hig­keit.

En­de 2012 kauf­te sich Sin­ger bei Ac­te­li­on ein. Er griff CEO Je­an-Paul Clo­zel fron­tal an und ver­such­te, das Schwei­zer Bio­tech in die Über­nah­me durch ei­nen Kon­kur­ren­ten zu zwin­gen – an­geb­lich zu rund 50 bis 70 Fr. je Ak­tie. Sein Sturm auf den Ver­wal­tungs­rat schei­ter­te je­doch und El­liott ver­kauf­te. Im Nach­hin­ein zeigt sich: Der da­ma­li­ge Wi­der­stand von Ac­te­li­on war ge­recht­fer­tigt. Als ei­gen­stän­di­ges Un­ter­neh­men hat es viel mehr Wert ge­schaf­fen, als der Hedge Fund kurz­fris­tig für sich hat­te rea­li­sie­ren wol­len. Ac­te­li­on ist die­ses Jahr für 280 $ je Ak­tie von J&J über­nom­men wor­den.

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