Mar­tin Eb­ner

Finanz und Wirtschaft - - SCHWEIZER UNTERNEHME - MH

Er ist der Va­ter, aber nicht un­be­dingt das Vor­bild hie­si­ger Ak­ti­vis­ten. Als Fir­men­schreck ist Mar­tin Eb­ner seit über dreis­sig Jah­ren un­ter­wegs. Den Be­griff des Share­hol­der Va­lue hat er in die Schweiz im­por­tiert. Un­be­strit­ten sind sei­ne in­tel­lek­tu­el­le Schär­fe, sei­ne Hart­nä­ckig­keit und sei­ne fi­nan­zi­el­le Feu­er­kraft, für die im Hin­ter­grund auch Chris­toph Blo­cher und Ro­che sorg­ten. Und sein Wil­le zur Macht.

Eb­ner brach­te vie­le Un­ter­neh­men in Be­dräng­nis, man­che flüch­te­ten in ei­ne Fu­si­on. 1994 über­nahm er bei­na­he die Kon­trol­le über die Schwei­ze­ri­sche Bank­ge­sell­schaft, die sich dar­auf­hin in die Ar­me des Bank­ver­eins warf. Den Alu­mi­ni­um­her­stel­ler Alusu­is­se und den Ver­si­che­rer El­via er­eil­te das glei­che Schick­sal.

Nach dem Bei­na­he-Zu­sam­men­bruch sei­ner BZ Bank 2002 wur­de Eb­ner dis­kre­ter. Er stieg 2011 mit Call-Op­tio­nen in Ga­le­ni­ca ein. Un­ge­ach­tet der Stimm­rechts­be­schrän­kung auf 5% bau­te er sei­nen An­teil mit Blick auf ei­ne Ver­selb­stän­di­gung der Phar­ma­spar­te Vi­for aus. An Vi­for hält Eb­ner heu­te 20,4%, was ei­nen Wert von 1,45 Mrd. Fr. dar­stellt. Am ver­blie­be­nen Dis­tri­bu­tor Ga­le­ni­ca ist er hin­ge­gen nicht be­tei­ligt.

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