Pro­fit im Netz

Finanz und Wirtschaft - - TECHNOLOGIE - JH

On­li­ne-Por­ta­le und In­ter­net-Markt­plät­ze boo­men. Nichts, was nicht auf ei­ner Platt­form im Netz ver­kauft wird. Wer sich früh po­si­tio­niert hat, ver­fügt in der Re­gel über ei­ne Vor­macht­stel­lung. Zu den Pio­nie­ren ge­hört auch die 1998 in der Schweiz ge­grün­de­te Scout24 (Frank­furt: G24, Kurs 32.26 €, Bör­sen­ka­pi­ta­li­sie­rung 3,48 Mrd. €).

Zum Kern des Ge­schäfts von Scout24 zäh­len die Platt­form Au­to­scout24, die eu­ro­pa­weit zu den füh­ren­den Markt­plät­zen für Fahr­zeu­ge ge­hört, und das Im­mo­bi­li­en­por­tal Im­mo­bi­li­en­s­cout24, die Num­mer eins in Deutsch­land. Mit Fri­end-, Job- und Tra­vels­cout führt das Un­ter­neh­men auch noch ein Part­ner­por­tal, ei­ne On­li­ne-Stel­len­bör­se und ein On­li­ne-Rei­se­bü­ro so­wie ein Fi­nanz­por­tal.

Zu den Haupt­märk­ten des Un­ter­neh­mens, das gut 1100 Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt, ge­hö­ren Deutsch­land, Holland, Bel­gi­en, Ös­ter­reich und die Schweiz. Ins­ge­samt ist es in acht­zehn Län­dern ak­tiv.

Dank der füh­ren­den Markt­stel­lung ge­ne­riert die Ge­sell­schaft ei­nen ho­hen Cash­flow und hat be­reits die­ses Jahr ei­ne Di­vi­den­de von 0.30 € ge­zahlt. Dar­aus er­rech­net sich zwar ei­ne Ren­di­te von nur 1%, da­für ist der Ausblick in­takt. Die Ana­lys­ten von Bar­clays er­war­ten, dass sich die Aus­schüt­tung bis 2019 auf 0.70 € mehr als ver­dop­peln wird.

Auf Um­satz­ebe­ne rech­net das Un­ter­neh­men 2017 mit ei­nem Wachs­tum im ho­hen ein­stel­li­gen Pro­zent­be­reich. Da die Kos­ten im Ver­hält­nis zum Um­satz we­ni­ger rasch stei­gen, geht Scout24 von ei­ner Ex­pan­si­on der Ebit­da-Mar­ge aus.

Dass die Ak­ti­en die­ses Jahr noch nicht vom Fleck ge­kom­men sind, liegt dar­an, dass der Ausblick für das lau­fen­de Jahr als ent­täu­schend wahr­ge­nom­men wur­de. Die­se Ein­schät­zung dürf­te sich än­dern, denn der län­ger­fris­ti­ge Trend ist in­takt. Ne­ben dem Um­satz hat auch die durch­schnitt­li­che Ver­weil­dau­er der User auf der Platt­form zu­ge­nom­men, was die Mög­lich­kei­ten, Wer­bung zu ver­kau­fen, ver­bes­sert.

Seit 2012 ha­ben die Ein­nah­men der Haupt­platt­for­men ku­mu­liert zwi­schen 60 und 70% zu­ge­nom­men. Der Ge­winn vor Zin­sen, Steu­ern, Ab­schrei­bun­gen und Amor­ti­sa­tio­nen (Ebit­da) hat sich in die­ser Zeit mehr als ver­dop­pelt. Im Ak­ti­en­kurs spie­gelt sich die­se Ent­wick­lung bei ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 24 noch nicht.

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