PMI kurz er­klärt

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Der Ein­kaufs­ma­na­ger­index oder Purcha­sing Ma­na­gers In­dex (PMI) misst die Ve­rän­de­rung der wirt­schaft­li­chen Ak­ti­vi­tät. Mo­nat­lich wer­den die Chef­ein­käu­fer von Hun­der­ten Un­ter­neh­men über Leis­tung und Prei­se im Ver­gleich zum Vor­mo­nat be­fragt. Die Um­fra­ge­teil­neh­mer müs­sen an­ge­ben, ob die Be­din­gun­gen in ein­zel­nen Be­rei­chen bes­ser, gleich oder schlech­ter sind. Zu den wich­tigs­ten The­men ge­hö­ren Auf­trags­ein­gang, Produktion, Be­schäf­ti­gung, er­hal­te­ne Lie­fe­run­gen und La­ger­be­stand. Aus der Zahl po­si­ti­ver, neu­tra­ler und ne­ga­ti­ver Ant­wor­ten wird ein In­dex be­rech­net, der zwi­schen 0 und 100 liegt. 50 be­deu­tet kei­ne Ve­rän­de­rung zum Vor­mo­nat, Wer­te dar­über oder dar­un­ter ei­ne Ver­bes­se­rung bzw. ei­ne Ver­schlech­te­rung. Der äl­tes­te und be­kann­tes­te Ein­käu­fer­index ist der ISMPMI für das ver­ar­bei­ten­de Ge­wer­be. Er bil­det die Ent­wick­lung der US-In­dus­trie­pro­duk­ti­on mit ei­nem Vor­lauf von drei bis sechs Mo­na­ten ab. Zwar si­gna­li­sie­ren Wer­te un­ter 50 ei­ne Kon­trak­ti­on. Sie ist aber nicht mit ei­ner ge­samt­wirt­schaft­li­chen Schrump­fung gleich­zu­set­zen – schliess­lich re­prä­sen­tiert die In­dus­trie nur ei­nen klei­nen Teil ei­ner mo­der­nen Wirt­schaft. Erst wenn der ISMIn­dex un­ter 43 fiel, folg­te je­weils ei­ne Re­zes­si­on. In­dus­trie-PMI wer­den für 28 Län­der nach der glei­chen Me­tho­dik er­ho­ben.

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