Im Seit­wärts­trend ge­fan­gen

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - GIO­VAN­NI STAUNOVO,

Die Aus­sich­ten für Gold ha­ben sich et­was auf­ge­hellt. Kurz­fris­tig hat das UBS Chief In­vest­ment Of­fice We­alth Ma­nage­ment (CIO) nun ei­ne neu­tra­le Sicht auf Gold (zu­vor ne­ga­tiv). Beim ak­tu­el­len Preis­ni­veau von 1225 $ kann von ei­ner sym­me­tri­sche­ren Ri­si­ko­ver­tei­lung aus­ge­gan­gen wer­den. Nach wie vor ist zu er­war­ten, dass sich der Gold­preis in den nächs­ten drei Mo­na­ten in ei­ner Span­ne von 1200 bis 1300 $ pro Un­ze be­we­gen wird. Auf sechs und zwölf Mo­na­te hin­aus ist mit ei­nem Un­zen­preis von 1250 $ zu rech­nen.

Der Gold­preis bleibt ab­hän­gig von der Geldpolitik der US-No­ten­bank Fed. Ei­nes der Zie­le im Rah­men des Dop­pel­man­dats – das der Voll­be­schäf­ti­gung – hat das Fed un­ter­des­sen er­reicht. Bis­her war die US-No­ten­bank be­reit, über die Schwä­che der In­fla­ti­ons- und sons­ti­ger Wirt­schafts­da­ten hin­weg­zu­se­hen und sie als vor­über­ge­hend zu be­trach­ten. Wenn die Teue­rung aber wei­ter­hin nied­ri­ger bleibt als er­war­tet, könn­te sich die vom Fed in Aus­sicht ge­stell­te Nor­ma­li­sie­rung der Geldpolitik je­doch ver­zö­gern. Doch das Ba­sis­sze­na­rio bleibt un­ver­än­dert: Nach ei­ner wei­te­ren Zins­er­hö­hung dürf­te das Fed zum Jah­res­en­de hin mit der Bi­lanz­ver­kür­zung be­gin­nen.

Über den Zeit­punkt des nächs­ten Zins­schritts be­steht Un­si­cher­heit. Das ist je­doch nichts Neu­es und stärkt die Er­war­tun­gen ei­nes Seit­wärts­trends. Dies un­ter­streicht die Eig­nung des gel­ben Me­talls als Ab­si­che­rungs­in­stru­ment, ins­be­son­de­re wenn die Da­ten ent­täu­schend aus­fal­len.

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