Be­acht­li­che 52%

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - LU­KAS BUXTORF,

Glo­ba­le Wandelanleihen (in Dol­lar ab­ge­si­chert) er­ziel­ten im ers­ten Halb­jahr ei­ne Ren­di­te von knapp 4,4%. Im Ver­gleich da­zu stie­gen glo­ba­le Ak­ti­en – ge­mes­sen am MSCI World (in Dol­lar ab­ge­si­chert) um 8,5%. Dies ent­spricht ei­ner Par­ti­zi­pa­ti­on von rund 52%, ein be­acht­li­ches Re­sul­tat, zu­mal die von Mo­del­len ge­schätz­te Ak­ti­en­sen­si­ti­vi­tät (Del­ta) zu Be­ginn des Jah­res im Durch­schnitt doch deut­lich un­ter 50% lag.

Wie kam die­ses gu­te Re­sul­tat zu­stan­de? Zum ei­nem half si­cher­lich, dass die im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät, ein wich­ti­ger Be­wer­tungs­fak­tor für Wandelanleihen, sich als re­la­tiv sta­bil er­wies. Wäh­rend Vo­la­ti­li­täts­ba­ro­me­ter wie der Vix wei­ter ab­wärts ten­dier­ten, hielt sich die lang­fris­ti­ge im­pli­zi­te Vo­la­ti­li­tät recht sta­bil. Zu­dem wirk­te sich die Ve­rän­de­rung der Zin­sen und der Kre­dit­ri­si­ko­prä­mi­en po­si­tiv auf die Bond Floors aus.

In Eu­ro­pa gin­gen die Kre­dit­ri­si­ko­prä­mi­en vor al­lem im zwei­ten Quar­tal deut­lich zu­rück. Der iTra­xx High Yield Cross­over Eu­ro­pe fiel um 42 Bp auf ein lang­jäh­ri­ges Tief von 247 Bp. Die fünf­jäh­ri­ge deut­sche Bun­des­an­lei­he stieg im Ver­gleich da­zu um le­dig­lich 26 Bp. Ein Blick ins Uni­ver­sum ver­rät, dass drei The­men be­son­ders gut funk­tio­nier­ten. Zum ei­nen wa­ren es Wandelanleihen aus dem IT-Be­reich. Zu nen­nen wä­ren da die Schwer­ge­wich­te Pri­ce­li­ne und RHT aus Über­see und STMi­cro­elec­tro­nics aus Eu­ro­pa. Aber auch zahl­rei­che klei­ne­re Emis­sio­nen wie die von Squa­re (USA) oder Ub­i­soft (Frank­reich) ge­hör­ten zu den Ge­win­nern. Letz­te­re ge­hört zur zwei­ten Ge­win­ner­grup­pe der fran­zö­si­schen Emit­ten­ten. Nach­dem die Prä­si­dent­schafts­wahl ganz nach dem Ge­schmack der An­le­ger aus­ge­fal­len war, leg­ten fran­zö­si­sche Wand­ler wie die von LVMH Mo­ët Hen­nes­sy, Vin­ci oder Va­leo kräf­tig zu. Der drit­te The­men­be­reich, und dies mag in An­be­tracht stei­gen­der Zin­sen et­was er­stau­nen, ist der deut­sche Im­mo­bi­li­en­sek­tor (Deut­sche Woh­nen, Leg Im­mo­bi­li­en).

Schlech­ter lief es in den Be­rei­chen Ener­gie so­wie In­dus­trie­me­tal­le. Das Neu­emis­si­ons­ge­schäft hat zu­letzt in Er­war­tung stei­gen­der Zin­sen wei­ter an Dy­na­mik ge­won­nen. Über die Som­mer­mo­na­te wird vor­erst et­was Ru­he ein­keh­ren, be­vor dann ab En­de Au­gust wie­der neue Pa­pie­re zu er­war­ten sein dür­fen.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.