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Finanz und Wirtschaft - - KING 2017 -

Ge­schäfts­mo­dell zu be­haup­ten. Ge­mäss As­com-Prä­si­dent Andre­as Um­bach ist der Über­gang nun or­ga­ni­sa­to­risch ab­ge­schlos­sen, kul­tu­rell aber noch nicht. «Der Über­gang vom Pro­dukt- zum Lö­sungs­ver­kauf ist ein mehr­jäh­ri­ger Pro­zess», sagt er. Seit Ju­ni 2016 ist mit Hol­ger Cor­des ein neu­er CEO am Ru­der, der grosse Er­fah­rung in Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und ITLö­sun­gen (ICT) für das Ge­sund­heits­we­sen be­sitzt. Er ar­bei­te­te zu­vor für den Bran­chen­pri­mus Cer­ner. As­com ent­wi­ckelt und ver­kauft Pa­ti­en­ten­ruf­sys­te­me, mo­bi­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­rä­te und Soft­ware. Be­son­ders der Ver­kauf von Soft­ware soll in den kom­men­den Jah­ren ei­ne im­mer wich­ti­ge­re Rol­le ein­neh­men. Da­von er­hofft sich As­com wie­der­keh­ren­de, we­ni­ger schwan­kungs­an­fäl­li­ge Ein­kom­mens­flüs­se so­wie ei­ne Ver­bes­se­rung der Pro­fi­ta­bi­li­tät. Der­zeit ist das Pro­jekt­ge­schäft noch stark sai­so­nal ge­prägt. Der Um­satz ist in der zwei­ten Jah­res­hälf­te üb­li­cher­wei­se stär­ker als Die drei best­plat­zier­ten Ver­wal­tungs­rä­te im Por­trät Ste­ti­ge Er­neue­rung des VR ist ei­ne Pflicht­auf­ga­be Deutsch­land über­ar­bei­tet die Re­geln gu­ter Un­ter­neh­mens­füh­rung Cy­ber­at­ta­cken be­schäf­ti­gen US-Ver­wal­tungs­rä­te Von So­no­va bis Im­moMen­tum: das voll­stän­di­ge VR-Ran­king Schwei­zer VR-Prä­si­den­ten wer­den fürst­lich be­zahlt Ver­si­che­run­gen für Ma­na­ger und Ver­wal­tungs­rä­te sind ein 150-Mio.-Fr.-Markt in der ers­ten. Das Un­ter­neh­men ist tra­di­tio­nell stark in Eu­ro­pa, be­son­ders in den nörd­li­chen Län­dern und Skan­di­na­vi­en, ver­an­kert. Das soll sich in Zu­kunft än­dern. «Wir se­hen be­son­ders in Asi­en und in USA be­deu­ten­des Wachs­tums­po­ten­zi­al», sagt Um­bach. Ame­ri­ka ist mit knapp ei­nem Fünf­tel Um­satz­an­teil be­reits ein wich­ti­ger Markt, Asi­en mit et­wa 4% aber noch we­nig ent­wi­ckelt. At­trak­ti­ve Märk­te wie Ja­pan und Süd­ko­rea er­wei­sen sich für aus­län­di­sche An­bie­ter im Ge­sund­heits­be­reich be­son­ders aus re­gu­la­to­ri­scher Sicht als har­tes Pflas­ter.

As­com hat sich am­bi­tio­nier­te, aber rea­lis­ti­sche Zie­le ge­setzt. «Die Gui­dance gilt», sagt der VR-Prä­si­dent. Im lau­fen­den Jahr soll der Um­satz 3 bis 6% wach­sen, die Be­triebs­mar­ge (auf Stu­fe Ebit­da) zwi­schen 14 und 15% zu ste­hen kom­men. Mit­tel­fris­tig, bis 2020, soll sich das Um­satz­wachs­tum auf 7 bis 10% be­schleu­ni­gen, die Ebit­da-Mar­ge auf 20% aus­wei­ten.

An­le­ger kom­men für das Jahr 2016 in den Ge­nuss ei­ner aus­ser­or­dent­li­chen Di­vi­den­de von 0.80 Fr. pro Ak­tie, was ak­tu­ell ei­ner sub­stan­zi­el­len Ren­di­te von 4,1% ent­spricht. Dies dürf­te ei­ne Aus­nah­me blei­ben, um An­le­ger für den mas­si­ven Ver­lust aus dem Ge­schäfts­jahr 2016 zu ver­trös­ten. Aus dem Ver­kauf von Net­work Tes­ting muss­ten 146 Mio. Fr. ab­ge­schrie­ben wer­den. Die Di­vi­den­de dürf­te für das lau­fen­de Jahr wie­der auf ge­wohn­tes, be­schei­de­ne­res Ni­veau ab­sin­ken. Für 2015 wur­den 0.45 Fr. pro Ti­tel aus­ge­schüt­tet. Man wol­le aber ei­ne «at­trak­ti­ve Di­vi­den­den­zah­le­rin» blei­ben. Auch wol­le der Ver­wal­tungs­rat künf­tig ei­ne ver­bind­li­che Di­vi­den­den­po­li­tik de­fi­nie­ren, sagt VRPrä­si­dent Um­bach.

Die ei­ge­nen Wachs­tums­zie­le will As­com mehr­heit­lich aus ei­ge­ner Kraft er­rei­chen. «Grosse Ak­qui­si­tio­nen schlies­sen wir aus. Er­gän­zungs­käu­fe sind stets auf dem Ra­dar», sagt Um­bach. Die stra­te­gi­sche Stoss­rich­tung ist zwei­fel­los at­trak­tiv. Auch die grosse in­stal­lier­te Kun­den­ba­sis ist für As­com ein wich­ti­ger Vor­teil auf dem Um­weg zur Um­set­zung. Doch mit ei­nem für das kom­men­de Jahr ge­schätz­ten Kur­sGe­winn-Ver­hält­nis von 23 nimmt die Be­wer­tung ei­ne über­aus po­si­ti­ve Ent­wick­lung vor­weg. Ri­si­ko­fä­hi­ge An­le­ger set­zen auf Rück­schlä­ge, um sich zu en­ga­gie­ren.

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