Fi­at Chrys­ler plat­ziert

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Kuo­ni ver­län­gert vor­zei­ti­ge Rück­kauf­frist sei­ner An­lei­he über 200 Mio. Fr. bis 3. Au­gust.

Un­ter der Fe­der­füh­rung von Cre­dit Suis­se (CS) kam zur Wo­chen­mit­te FCA Ca­pi­tal Suis­se 2017/2020 über 175 Mio. Fr. an den Markt. Die knapp drei­jäh­ri­ge An­lei­he der Schwei­zer Toch­ter von Fi­at Chrys­ler Au­to­mo­bi­les (FCA) er­ziel­te ei­nen Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 63 Ba­sis­punk­ten (Bp) über Swap. Die Ren­di­te be­trägt 0,177% beim Aus­ga­be­preis von 100,068%. Die Emis­si­on wird von FCA Bank ga­ran­tiert. FCA hat an der Schwei­zer Bör­se SIX vier Fran­ken­an­lei­hen über 925 Mio. Fr. aus­ste­hen.

Die Durch­schnitts­ren­di­te zehn­jäh­ri­ger Bun­des­ob­li­ga­tio­nen (Kas­sa­zins­satz) ist zu­letzt stark ge­stie­gen. Am Frei­tag war sie mit 0,04% erst­mals seit März wie­der po­si­tiv. Als Aus­lö­ser des jüngs­ten Auf­wärts­trends or­tet der Markt den Hin­weis von EZB-Chef Ma­rio Draghi auf ei­ne straf­fe­re Geld­po­li­tik vor zwei Wo­chen. Seit­dem ist der Kas­sa­zins 20 Bp. ge­stie­gen. Das ist für die kur­ze Zeit­span­ne ei­ne mar­kan­te Be­we­gung.

Kuo­ni ver­län­gert die Frist des vor­zei­ti­gen Rück­kaufs der An­lei­he über 200 Mio Fr. bis 3. Au­gust. Die re­gu­lä­re Lauf­zeit en­det da­mit 2019. Per En­de der ur­sprüng­li­chen Frist am Don­ners­tag wur­den 34,2 Mio. Fr. an­ge­dient, teilt der Rei­se­dienst­leis­ter mit. Ge­mäss SIX ste­hen noch 74,3 Mio Fr. aus. Nach Fris­ten­de wird die No­tie­rung be­en­det. Moo­dy’s be­wer­tet die AT1An­lei­he der ZKB vom Ju­ni mit Baa.

He­ta As­set Re­so­lu­ti­on teilt mit, dass der Auf­sichts­rat ei­nen ak­tua­li­sier­ten Fi­nanz­plan zum Ban­kab­bau­vor­ha­ben 2017 ge­neh­migt hat. He­ta hat als staat­li­che ös­ter­rei­chi­sche Ge­sell­schaft den ge­setz­li­chen Auf­trag, den not­lei­den­den Teil der 2009 ver­staat­lich­ten Hy­po Al­pe Adria «so ef­fek­tiv und wert­scho­nend wie mög­lich zu ver­wer­ten». Im Ver­gleich zum Ab­bau­plan 2016 wer­de mit ei­ner hö­he­ren Rea­li­sie­rungs­quo­te von 9,6 Mrd. € statt 8,8 Mrd. ge­rech­net. Auch wer­de ei­ne hö­he­re Ab­bau­ge­schwin­dig­keit er­war­tet. En­de 2018 sol­len bis zu 95% statt 78% der Bi­lanz­sum­me ver­wer­tet sein. «En­de 2020 wird ein voll­stän­di­ger Ab­bau der Bi­lanz­sum­me un­ter­stellt, so­dass kein Rest­port­fo­lio (bis­her 1,1 Mrd. €) ver­bleibt», schreibt die He­ta. Sie hat an der SIX ei­ne Fran­ken­an­lei­he über 600 Mio. aus­ste­hend, die am 8. Au­gust fäl­lig wird. Sie no­tiert der­zeit bei rund 70%.

Seit En­de 2009 steigt das Vo­lu­men an aus­ste­hen­den Fran­ken­an­lei­hen in­län­di­scher Schuld­ner ste­tig, ein En­de des Trends ist nicht ab­seh­bar. Das geht aus dem «Swiss Ra­ting Gui­de 2017» her­vor, den die Zürcher Kan­to­nal­bank (ZKB) vor­ge­legt hat. Die Über­sicht um­fasst 133 Schwei­zer Emit­ten­ten, das sind drei mehr als 2016. Neu hin­zu ka­men: Kan­tons­spi­tal Aar­gau, Kan­tons­spi­tal Zü­rich und die Ur­ner Kan­to­nal­bank (ZBK-Ra­ting je­weils AA), Part­ners Group und Sa­no­va (je A) so­wie Ga­le­ni­ca und Vi­for Phar­ma (bei­de BBB–). Nicht mehr er­fasst sind Bank Co­op, Mi­gros, Schind­ler und Syn­gen­ta.

Am Fran­ken­markt sind in­län­di­sche An­lei­hen über 350 Mrd. Fr. no­tiert. «Ob­wohl es durch das Tief­zins­um­feld auch bo­ni­täts­mäs­sig we­ni­ger star­ke Un­ter­neh­men an den Ka­pi­tal­markt zieht, ist das Ra­ting­ni­veau im in­ter­na­tio­na­len Ver­gleich wei­ter­hin sehr hoch», stellt die ZKB fest. Na­he­zu un­ver­än­der­te 91% der In­lands­an­lei­hen sei­en mit A oder hö­her be­wer­tet.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.