Der F-Sco­re

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Die von Jo­seph Pio­troski 2000 im «Jour­nal of Ac­coun­ting Re­se­arch» pu­bli­zier­te Me­tho­de hat zum Ziel, fi­nan­zi­ell so­li­de Un­ter­neh­men her­aus­zu­fil­tern. Um zwi­schen Ti­teln zu un­ter­schei­den, die ih­re tie­fe Be­wer­tung ver­die­nen, und sol­chen, bei de­nen sich das fun­da­men­ta­le Bild auf­hellt, schlägt er ei­ne ein­fa­che, aber ef­fek­ti­ve Vor­ge­hens­wei­se vor. Das Mo­dell ba­siert auf neun Fi­nanz­kenn­zah­len, die ent­we­der mit 0 (Kri­te­ri­um ist nicht er­füllt) oder mit 1 (Kri­te­ri­um ist er­füllt) be­wer­tet wer­den. Vier der Kenn­zah­len be­tref­fen die Pro­fi­ta­bi­li­tät, drei die Bi­lanz, zwei be­zie­hen sich auf die ope­ra­ti­ve Ef­fi­zi­enz des Un­ter­neh­mens. Pio­troski schlägt die fol­gen­den Aus­wahl­kri­te­ri­en vor: 1) ei­ne po­si­ti­ve Ren­di­te auf dem

Ge­samt­ka­pi­tal (Re­turn on As­sets) 2) ein po­si­ti­ver be­trieb­li­cher Cash­flow

(Ope­ra­ting Cash­flow) 3) ei­ne hö­he­re Ren­di­te auf dem Ge­s­amt

ka­pi­tal als im Vor­jahr 4) der be­trieb­li­che Cash­flow ist grös­ser als

der Un­ter­neh­mens­ge­winn 5) der Grad an lang­fris­ti­ger Verschuldung

ist zum Vor­jahr ge­sun­ken 6) die Cur­rent Ra­tio (Um­lauf­ver­mö­gen im Ver­hält­nis zu kurz­fris­ti­gen Ver­bind­lich­kei­ten) ist zum Vor­jahr ge­stie­gen 7) im ver­gan­ge­nen Jahr hat das Un­ter­neh

men kei­ne neu­en Ak­ti­en emit­tiert 8) die Brut­to­mar­ge ist im Ver­gleich zum

Vor­jahr ge­stie­gen 9) die Um­schlags­häu­fig­keit des Ge­samt­ka­pi­tals (As­set Tur­no­ver Ra­tio oder Um­satz re­la­tiv zum Ge­samt­ka­pi­tal) ist re­la­tiv zum Vor­jahr ge­stie­gen Für je­des er­füll­te Kri­te­ri­um gibt es ei­nen Punkt. Ad­diert re­sul­tiert der so­ge­nann­te F-Sco­re von ma­xi­mal neun.

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