Nest­lé er­ho­len sich

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - BAR­BA­RA SCHMIDT

Idor­sia büs­sen nach gu­tem Lauf ein. Ener­gie­dienst und In­fi­con pro­fi­tie­ren von vor­läu­fi­gen Zah­len.

Der Schwei­zer Ak­ti­en­markt hat sich am Mon­tag auf­ge­schwun­gen. Am Di­ens­tag kam der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) je­doch zu­rück. Seit Frei­tag ten­dier­te der Leit­in­dex schliess­lich 0,1% schwä­cher auf 8874,1.

Ins­be­son­de­re Nest­lé (+0,5% seit Frei­tag) ver­hal­fen zu ei­nem gu­ten Wo­chen­start. In der Vor­wo­che hat­ten sie noch deut­lich ver­lo­ren. Ge­mäss ei­nem Kom­men­tar von Gold­man Sachs soll es dem Nah­rungs­mit­tel­rie­sen dank Kos­ten­sen­kun­gen und der Fo­kus­sie­rung auf wachs­tums­star­ke Be­rei­che ge­lin­gen, ein or­ga­ni­sches Wachs­tum von 5% zu er­zie­len. Die zu­stän­di­gen Ana­lys­ten er­höh­ten das Kurs­ziel des­halb deut­lich von 85 auf 96 Fr. und be­stä­tig­ten die Kauf­emp­feh­lung für die Ti­tel.

Phar­ma­rie­sen ver­lie­ren

Die schwer­ge­wich­ti­gen Ro­che (GS –0,8%) und No­var­tis (–0,3%) hiel­ten sich we­ni­ger gut. Ro­che hat zwar viel­ver­spre­chen­de Da­ten zum Blu­ter-Me­di­ka­ment Emi­ci­zu­m­ab vor­ge­legt. Ei­ne vom Mit­be­wer­ber Shi­re vor ei­nem deut­schen Ge­richt er­wirk­te Ver­fü­gung ge­gen den Phar­ma­kon­zern dürf­te je­doch be­las­tet ha­ben. Shi­re wirft Ro­che vor, die Warn­hin­wei­se zu Emi­ci­zu­m­ab sei­en un­voll­stän­dig und ir­re­füh­rend. Trotz­dem wird das Me­di­ka­ment als er­folg­ver­spre­chend ein­ge­schätzt. Ana­lys­ten ha­ben Si­cher­heits­be­den­ken re­la­ti­viert.

Der Bör­sen­neu­ling Zur Ro­se (unv.) geht ei­ne stra­te­gi­sche Ko­ope­ra­ti­on mit Med­ba­se in der Schweiz ein. Da­bei be­lie­fert die Ver­sand­apo­the­ke den am­bu­lan­ten me­di­zi­ni­schen Gr­und­ver­sor­ger ex­klu­siv mit Me­di­ka­men­ten.

Die eben­falls erst seit kur­zem ko­tier­ten Idor­sia büss­ten da­ge­gen 14,7% ein. Der Wert des Phar­ma­un­ter­neh­mens hat­te sich seit dem Bör­sen­gang ver­dop­pelt. Be­ren­berg nahm die Ti­tel mit «Ver­kau­fen» auf und ver­wies da­bei auf die ho­he Be­wer­tung so­wie auf die Ri­si­ken in der Pro­dukt­ent­wick­lung.

Die SIX hat das De­ko­tie­rungs­ge­such von Pax-An­la­ge (–0,3%) für sämt­li­che Na­men­ak­ti­en be­wil­ligt. Die De­ko­tie­rung wird am 10. Ok- to­ber 2017 voll­zo­gen. Gleich meh­re­re Un­ter­neh­men ha­ben vor­läu­fi­ge Halb­jah­res­zah­len vor­ge­legt. Ener­gie­dienst (+1,5%) hat das Er­geb­nis im ers­ten Se­mes­ter deut­lich ver­bes­sert. Das ist an­ge­sichts der schwä­che­ren letz­ten Jah­re po­si­tiv zu wer­ten.

Ge­fragt wa­ren auch In­fi­con (+6,8%) nach Mel­dung ei­nes deut­lich ge­stei­ger­ten Be­triebs­ge­winns (vgl. Sei­te 15). Im Ge­gen­satz da­zu er­war­tet Las­tmi­nu­te (–0,8%) even­tu­ell wie­der ei­nen Ver­lust, was bei den An­le­gern schlecht an­kam. Nach Bör­sen­schluss am Di­ens­tag gab die Ban­que Pro­fil de Ges­ti­on (–7,9%) be­kannt, ein Se­mes­ter­er­geb­nis über Vor­jahr zu er­war­ten.

SGS kauft er­neut zu

Im Be­reich der Ak­qui­si­tio­nen gab es meh­re­re klei­ne Mel­dun­gen. SGS (+0,3%) über­nimmt ei­ne US-Ge­trei­d­einspek­ti­ons­fir­ma mit ei­nem Um­satz von 1 Mio. $. DKSH (–1,1%) be­tei­ligt sich mit 60 bis 65% an ei­nem in­do­ne­si­schen Dis­tri­bu­tor von Kon­sum­gü­tern und Phar­ma­pro­duk­ten. Die Über­nah­me ist zwar klein, we­gen des be­deu­ten­den Markt­ein­tritts in In­do­ne­si­en da­für nicht un­wich­tig.

Giv­au­dan (–0,1%) kün­dig­te die Ak­qui­si­ti­on der nie­der­län­di­schen Vi­ka an, ei­nes Her­stel­lers von In­halts­stof­fen für die Nah­rungs­mit­tel- und Ge­trän­ke­indus­trie.

Ei­ne Über­nah­me ab­ge­schlos­sen hat der­weil Al­so (–2,5%): Die Kar­tell­be­hör­den ha­ben der Ak­qui­si­ti­on des nie­der­län­di­schen Dis­tri­bu­tors Fi­ve 4 U zu­ge­stimmt.

As­com (–1%) mel­de­te ei­nen klei­nen Auf­trag. Das Un­ter­neh­men hat von der Bio­tech­no­lo­gie­fir­ma CSL Beh­ring ei­ne Or­der für Alarm­ma­nage­ment­lö­sun­gen er­hal­ten. Mey­er Bur­ger (+8,7%) ka­men im Nach­gang zu ei­ner Auf­trags­mel­dung in der Vor­wo­che noch ein­mal vor­an.

Wei­ter für Be­we­gung sorg­ten Ein­schät­zun­gen von Ana­lys­ten. Ei­ne Ver­kaufs­emp­feh­lung durch die Deut­sche Bank be­las­te­te Adec­co (–0,9%). Aus­ser­dem hat das In­sti­tut das Kurs­ziel für die Ti­tel deut­lich, von 77 auf 60 Fr., re­du­ziert. Für Cla­ri­ant (+0,6%) hat Kep­ler Cheu­vreux das Kurs­ziel von 24 auf 26 Fr. er­höht.

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