Wer US-Staats­an­lei­hen kauft

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Trotz des Rück­zugs der US-No­ten­bank vom Bond­markt sind die Tre­a­su­riesRen­di­ten kaum ge­stie­gen. Die neu­en Käu­fer am Markt für US-Staats­an­lei­hen sind nicht die Aus­län­der, son­dern die Ame­ri­ka­ner selbst. Haus­hal­te, An­la­ge­fonds und Ban­ken ha­ben ih­re Tre­a­su­ries-Be­stän­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­stockt. Die aus­län­di­schen In­ves­to­ren ge­hö­ren seit An­fang 2016 per sal­do zu den Ver­käu­fern von US-Staats­an­lei­hen. Ur­sa­che sind die schwin­den­den Leis­tungs­bi­lanz­über­schüs­se von Chi­na und den Roh­stoff­län­dern. Eu­ro­päi­sche An­le­ger auf der Flucht vor Ne­ga­tiv­zin­sen in­ter­es­sie­ren sich eher für al­ter­na­ti­ve Seg­men­te des US-Bond­markts wie Un­ter­neh­mens­an­lei­hen. Soll­te der­einst auch den Ame­ri­ka­nern der Ap­pe­tit auf Tre­a­su­ries ver­ge­hen, könn­ten die US-Ren­di­ten deut­li­cher stei­gen als in der Pha­se des «Zins­rät­sels» zwi­schen 2004 und 2006.

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