Hö­he­re Zin­sen und Ak­ti­en

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE -

Ein Mann, we­ni­ge Wor­te – und die Zin­sen schnel­len in die Hö­he. Am 27. Ju­ni, an ei­ner Kon­fe­renz der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) im por­tu­gie­si­schen Sin­tra, be­kräf­tig­te Prä­si­dent Ma­rio Draghi, die EZB las­se sich bei der Nor­ma­li­sie­rung der Geld­po­li­tik nicht von der nied­ri­gen In­fla­ti­on be­ein­flus­sen. Die­se sei ein vor­über­ge­hen­des Phä­no­men. Die Re­ak­ti­on am Bond­markt war über­aus hef­tig: Die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger deut­scher Staats­an­lei­hen hat sich auf 0,57% mehr als ver­dop­pelt. Auch in der Schweiz be­we­gen sich die Zehn­jah­res­ren­di­ten end­lich wie­der über die Null­li­nie.

Wäh­rend die An­lei­hen­märk­te Ver­lus­te ein­ste­cken muss­ten, zeig­ten sich die Bör­sen un­be­ein­druckt. Der Wel­t­ak­ti­en­in­dex no­tiert leicht hö­her als vor Drag­his Re­de. Glaubt man den Marktau­gu­ren, ha­ben die Bör­sia­ner recht: Stei­gen­de Zin­sen sind po­si­tiv für ri­si­ko­be­haf­te­te An­la­gen, so der Te­nor. Denn die hö­he­ren Ren­di­ten si­gna­li­sie­ren ei­nen er­freu­li­chen Wachs­tums­aus­blick und stei­gen­de Un­ter­neh­mens­ge­win­ne. Doch nicht al­le Ak­ti­en­seg­men­te dürf­ten in glei­chem Mas­se pro­fi­tie­ren.

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