Ge­be­rit schliesst zwei Wer­ke

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE - PM

Vor gut ei­nem Jahr hat­te Eu­ro­pas füh­ren­der Sa­ni­tär­tech­ni­ker Ge­be­rit an­ge­kün­digt, dass in Frank­reich zwei Wer­ke über­prüft wer­den müs­sen, es wür­den al­le stra­te­gi­schen Op­tio­nen er­wo­gen. Es han­delt sich um die Ke­ra­mik­pro­duk­ti­ons­stät­ten der fran­zö­si­schen Toch­ter Al­lia SAS, die Ge­be­rit im Rah­men der Ak­qui­si­ti­on der fin­ni­schen Sa­ni­tec über­nom­men hat­te. Die Grün­de für die Über­prü­fung sind Über­ka­pa­zi­tä­ten in der Ke­ra­mik­pro­duk­ti­on und wohl auch Ef­fi­zi­enz­pro­ble­me.

Nun ist der Ent­scheid, in Ab­spra­che auch mit den Ge­werk­schaf­ten, ge­fal­len: Das Werk in La Vil­le­neuve-au-Chê­ne wird ge­schlos­sen. In dem­je­ni­gen in Di­go­in wird die Ke­ra­mik­pro­duk­ti­on ein­ge­stellt. Der Stand­ort wird je­doch wei­ter als Lo­gis­tik­ba­sis ge­nutzt. Be­trof­fen sind ins­ge­samt 260 Mit­ar­bei­ter, rund 40 blei­ben in Di­go­in. Die Mass­nah­men be­dür­fen noch der Ge­neh­mi­gung des Ar­beits- am­tes, die al­ler­dings ei­ne For­ma­li­tät sein dürf­te. Da­nach sol­len die Wer­ke zü­gig ge­schlos­sen wer­den. Die Ke­ra­mik­pro­duk­ti­on wird an an­de­re Stand­or­te in­ner­halb der Grup­pe ver­legt.

Die Schlies­sung wird Ge­be­rit 44 Mio. Fr. kos­ten. Der Be­trag wur­de bis­her nicht zu­rück­ge­stellt, denn er war im Vor­aus in sei­ner Hö­he kaum ab­schätz­bar. Er wird voll dem zwei­ten Quar­tal be­las­tet. Ge­mäss Ge­be­rit-Spre­cher Ro­man Sid­ler ist nicht mit Fol­ge­kos­ten zu rech­nen.

Der doch recht ho­he Ein­mal­ef­fekt wird sich auch im Jah­res­ab­schluss ent­spre­chend ne­ga­tiv aus­wir­ken. «Fi­nanz und Wirt­schaft» re­du­ziert die Ge­winn­schät­zung für das gan­ze Jahr um rund 6,5% von 16.50 auf neu 15.40 Fr. je Ak­tie. Im kom­men­den Jahr soll­te wie­der ei­ne Stei­ge­rung auf 17.10 Fr. mög­lich sein.

Ge­be­rit wird durch die­sen Schritt zwei Pro­blem­fäl­le los, was sich auf Dau­er po­si­tiv aus­wir­ken wird. Die Ak­ti­en sind auf Ba­sis der Ge­winn­schät­zung 2018 mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis von 27 hoch be­wer­tet. Sie blei­ben für den An­le­ger je­doch at­trak­tiv.

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