Was Aus­land­ban­ken wol­len

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Der Fi­nanz­platz ist seit Jah­ren im Um­bruch – mit Fol­gen auch für die hie­si­gen Aus­land­ban­ken. 2006 zähl­te die Schweiz noch 158 aus­län­disch be­herrsch­te Ban­ken und Fi­lia­len, zehn Jah­re spä­ter ist ein Drit­tel da­von ver­schwun­den. «Je­der muss sich ent­schei­den und auf sei­ne Stär­ken fo­kus­sie­ren», sagt Je­an-François De­ro­che, CEO von CA In­do­suez Schweiz, ei­ner Toch­ter von Cré­dit Ag­ri­co­le.

In­des ist «die Kon­so­li­die­rung kein ty­pisch schwei­ze­ri­sches Phä­no­men, son­dern zeigt sich glo­bal», sagt Fran­co Mor­ra, CEO von HSBC Pri­va­te Bank (Suis­se). Denn in den Haupt­quar­tie­ren vie­ler Aus­land­ban­ken sind die Wei­chen nach der Fi­nanz­kri­se neu ge­stellt wor­den. Ei­ni­ge zo­gen sich in den Heim­markt zu­rück. Für an­de­re ist die Schweiz neu ein Kern­markt, in dem sie al­le Di­ens­te of­fe­rie­ren wol­len: Pri­va­te Ban­king, As­set Ma­nage­ment und In­vest­ment Ban­king.

«Die Ber­ei­ni­gun­gen der letz­ten Jah­re er­wie­sen sich als heil­vol­ler Pro­zess», fin­det Pe­ter Hin­der, CEO von Deut­sche Bank Schweiz. Jetzt stün­den die fun­da­men­ta­len Stär­ken des Ban­ken­plat­zes wie­der im Vor­der­grund.

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