Gold be­en­det Schwä­che­pha­se

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - DA­NI­EL WACH­TER

Seit En­de Ja­nu­ar han­delt ei­ne Un­ze Gold zwi­schen 1200 und 1300 $. In­ner­halb die­ser Span­ne wa­ren mit den va­ri­ie­ren­den Zins­er­war­tun­gen je­doch grös­se­re Be­we­gun­gen zu be­ob­ach­ten. So kor­ri­gier­te der Gold­preis nach dem Jah­res­höchst An­fang Ju­ni 8% auf ein Vier­mo­nat­s­tief. Nach­dem in der Vor­wo­che die 1200-$-Mar­ke ge­tes­tet wor­den war und die­se ge­hal­ten hat­te, schlug das Pen­del in den ver­gan­ge­nen Ta­gen aber­mals um. Der Gold­preis er­hol­te sich auf 1235 $ – dem höchs­ten Kurs in zwei Wo­chen.

In den USA hat sich die In­fla­ti­ons­ra­te von der von der Fed an­vi­sier­ten 2%-Mar­ke ent­fernt, wor­auf die in den Fed-Funds-Fu­tures ein­ge­preis­te Wahr­schein­lich­keit ei­ner wei­te­ren Zins­er­hö­hung der USNo­ten­bank für das lau­fen­de Jahr auf un­ter 50% ge­sun­ken ist. Zu­sam­men mit dem schwä­che­ren Dol­lar stützt das den Gold­preis.

Wäh­rend die spe­ku­la­ti­ven Fi­nanz­in­ves­to­ren ih­re Po­si­tio­nen nicht wei­ter re­du­ziert ha­ben, blie­ben die Zu­käu­fe bei den ko­tier­ten Gold­fonds (ETF) bis­lang aus. Ein Grund für die Zu­rück­hal­tung könn­te das freund­li­che Bör­sen­um­feld sein. Si­cher Hä­fen wie Gold drän­gen sich nicht auf. An die­ser Kon­stel­la­ti­on dürf­te sich in den nächs­ten Wo­chen nicht viel än­dern. Wäh­rend die un­mit­tel­ba­ren po­li­ti­schen Ri­si­ken in Eu­ro­pa ge­sun­ken sind, sind die glo­ba­len Kon­junk­tur­aus­sich­ten wei­ter­hin freund­lich. Das Fed dürf­te am ein­ge­schla­ge­nen Zins­pfad fest­hal­ten und so das Auf­wärts­po­ten­zi­al von Gold ein­schrän­ken.

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