Pfand­brief­bank stockt auf

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Das Ver­mö­gen in Schwei­zer An­la­ge­fonds steigt im Ju­ni leicht auf 978,6 Mrd. Fr.

Dies­mal be­schränk­te sich die Pfand­brief­bank schwei­ze­ri­scher Hy­po­the­ka­rin­sti­tu­te auf nur ei­ne der üb­li­chen drei Trans­ak­tio­nen: Cre­dit Suis­se (CS), UBS und Raiff­ei­sen be­glei­te­ten am Di­ens­tag die zwei­te Auf­sto­ckung von Pfand­brief­an­lei­he Se­rie 631, 2016/2027 um 226 Mio. Fr. auf 680 Mio. Der Ren­di­te­auf­schlag be­trug 2 Ba­sis­punk­te (Bp) über Swap. Der Aus­ga­be­preis von 97,99% er­gab ei­ne Ren­di­te von 0,322%.

An drei­mo­na­ti­gen Geld­markt­buch­for­de­run­gen wur­den am Di­ens­tag 390,5 Mio. Fr. zu­ge­teilt. Es gab Ge­bo­te über 2,081 Mrd. Die Ren­di­te sank auf –0,904% ge­gen­über –0,9% in der Vor­wo­che.

Das Ver­mö­gen in Schwei­zer Fonds ist im Ju­ni ge­gen­über Mai leicht – um 600 Mio. Fr. – auf 978,6 Mrd. Fr. ge­stie­gen, teilt die Swiss Funds & As­set Ma­nage­ment As­so­cia­ti­on SFAMA mit. Die meis­ten Neu­gel­der sei­en in Ob­li­ga­tio­nen­und in Ak­ti­en­fonds ge­flos­sen. Ins­ge­samt flos­sen den Fonds im Ju­ni net­to 3,5 Mrd. Fr. zu. An­lei­hen­fonds la­gen mit 1,9 Mrd. an der Spit­ze vor Ak­ti­en­fonds mit 1,2 Mrd. Fr. Let­ze­re blei­ben mit 42% die be­lieb­tes­te An­la­ge­ka­te­go­rie, vor Bond- (31,6%), Stra­te­gie(11,6%) und Geld­markt­fonds (7,2%).

Die ex­port­ori­en­tier­ten Schwei­zer KMU bli­cken wei­ter­hin po­si­tiv in die Zu­kunft, schreibt die CS zur Vor­la­ge ih­rer «KMU-Ex­port­per­spek­ti­ven». Nach der Um­fra­ge von Swit­z­er­land Glo­bal En­ter­pri­se (SGE) rech­ne rund die Hälf­te al­ler KMU auch im drit­ten Quar­tal 2017 mit stei­gen­den Ex­por­ten. Das Cre­dit Suis­se Ex­port­ba­ro­me­ter lie­ge kaum un­ter dem Hoch der letz­ten zehn Jah­re. Das las­se auf ein so­li­des Ex­port­wachs­tum schlies­sen.

Mitt­ler­wei­le pfei­fen es die Spat­zen von den Dä­chern: «Die Wen­de in der glo­ba­len Geld­po­li­tik ist in vol­lem Gang», stellt der Zu­ger Ver­mö­gens­ver­wal­ter Bant­le­on In­sti­tu­tio­nal In­ves­ting fest. Die Fi­nanz­kri­se 2007/08 sei über­wun­den, die Sta­bi­li­sie­rung der Eu­ro­päi­schen Wäh­rungs­uni­on schrei­te vor­an. Das spieg­le sich auch im Wachs­tum der Welt­wirt­schaft, das Bant­le­on für 2017 auf gut 3,5% ver­an­schlagt – al­so hö­her als in den Vor­jah­ren. Hin­zu kom­me, «dass die Wir­kung der QE-Dro­ge nach­lässt, je län­ger sie an­ge­wandt wird». Da­für trä­ten die Ne­ben­wir­kun­gen – Bla­sen an den Ver­mö­gens­märk­ten – stär­ker her­vor.

Doch trotz der Kon­junk­tur­be­le­bung blei­be die Kern­in­fla­ti­on nied­rig. In der OECD lä­ge sie im Schnitt «noch er­kenn­bar un­ter 2%». Die Ge­fahr von de­fla­tio­nä­ren Ten­den­zen sei des­halb noch nicht ge­bannt. Aus­ser­dem sei­en geld­po­li­ti­sche Trend­wen­den sehr hei­kel zu kom­mu­ni­zie­ren.

Ma­rio Draghi wer­de da­her am Donnerstag «gröss­te Vor­sicht wal­ten las­sen». Die eu­ro­päi­schen Wäh­rungs­hü­ter hät­ten stets be­tont, dass die güns­ti­gen Fi­nan­zie­rungs­kon­di­tio­nen we­sent­lich zur wirt­schaft­li­chen Ge­ne­sung bei­ge­tra­gen ha­ben. «Ei­ne plötz­li­che Ver­schär­fung ist da­her un­er­wünscht» , stellt der Ver­mö­gens­ver­wal­ter fest. Seit­dem Draghi am 27. Ju­ni ei­ne geld­po­li­ti­sche Straf­fung de­zi­diert in Aus­sicht ge­stellt ha­be, hät­ten die Ren­di­ten in der Eu­ro­zo­ne über al­le Lauf­zei­ten rund 30 Bp an­ge­zo­gen. Gleich­zei­tig ha­be sich der Eu­ro wei­te­re 2,5% zum Dol­lar auf­ge­wer­tet, seit Ja­nu­ar knapp 10%.

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