Eu­ro­zo­ne ret­te­ten

Finanz und Wirtschaft - - DAS ENDE DER EUROKRISE -

der Eu­ro­kri­se, son­dern ein sim­pler Satz.

die SNB im Sep­tem­ber zur Ein­füh­rung des Min­dest­kur­ses von 1.20 Fr./€ (vgl. Gra­fik 3). Die eu­ro­päi­schen Ban­ken zie­hen sich aus dem Kre­dit­ge­schäft mit den süd­li­chen Eu­ro­län­dern zu­rück. Das führt zu ei­ner mas­si­ven Zu­nah­me der Ver­bind­lich­kei­ten der Kri­sen­län­der im Zah­lungs­sys­tem Tar­get2 ge­gen­über der EZB (vgl. Gra­fik 4). Die­se senkt die Zin­sen und pumpt über lang­fris­ti­ge Re­fi­nan­zie­rungs­ge­schäf­te LTRO ei­ne hal­be Bio. € ins Ban­ken­sys­tem (vgl. Gra­fik 5).

Es­ka­la­ti­on in Spa­ni­en

An­fang Fe­bru­ar 2012 steht das zwei­te Hilfs­pa­ket für Grie­chen­land, das auch ei­nen Schul­den­schnitt für pri­va­te Gläu­bi­ger um­fasst. Wäh­rend sich die La­ge in Ita­li­en un­ter dem Ber­lus­co­ni-Nach­fol­ger Ma­rio Mon­ti et­was sta­bi­li­siert, es­ka­liert im Früh­ling in Spa­ni­en die Im­mo­bi­li­en­und Ban­ken­kri­se. Im Ju­ni muss auch Spa­ni­en ex­ter­ne Hil­fe be­an­tra­gen. Zur Re­ka­pi­ta­li­sie­rung der Ban­ken wer­den 100 Mrd. € zu­ge­spro­chen. Ein Kri­sen­gip­fel folgt dem nächs­ten. Für den per­ma­nen­ten Ret­tungs­schirm ESM müs­sen nur noch we­ni­ge Hür­den ge­nom­men wer­den. Auch ers­te Schrit­te Rich­tung Ban­ken­uni­on wer­den ein­ge­lei­tet.

Den Wen­de­punkt führt aber erst Drag­his «Wha­te­ver it ta­kes» her­bei. Erst da­nach be­ru­hi­gen sich die Fi­nanz­märk­te. Der Ka­pi­tal­ab­fluss ist ge­stoppt. Die Wirt­schaft be­ginnt sich zu er­ho­len, nur die De­fla­ti­ons­ge­fahr bleibt. Nach wei­te­ren Zins­sen­kun­gen be­ginnt die EZB An­fang 2015 mit der Po­li­tik der quan­ti­ta­ti­ven Lo­cke­rung (QE). Sie kauft Staats­an­lei­hen al­ler Mit­glied­staa­ten so­wie an­de­re Wert­pa­pie­re und schwächt da­mit den Eu­ro (vgl. Gra­fik 3 und 5). Im Som­mer 2015 fla­ckert die Grie­chen­land­kri­se mit dem Re­fe­ren­dum über wei­te­re Hilfs­kre­di­te noch­mals auf. Doch nun ist die Eu­ro­zo­ne ro­bust ge­nug und lässt sich nicht mehr an­ste­cken (vgl. Gra­fik 6).

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.