Ja­pan bleibt ein Son­der­fall

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE -

Die Bank of Ja­pan ist die Grals­hü­te­rin der un­kon­ven­tio­nel­len Geld­po­li­tik. Sie ist die ein­zi­ge gros­se Zen­tral­bank, die un­er­schüt­ter­lich an ei­ner ul­tra­lo­cke­ren Po­li­tik fest­hält. Sie lo­tet zu­dem die Gren­zen des Mög­li­chen im­mer wie­der aufs Neue aus: Seit rund ei­nem Jahr kon­trol­liert sie die Zins­kur­ve, in­dem sie so vie­le Staats­an­lei­hen kauft, dass die zehn­jäh­ri­gen Ren­di­ten bei null blei­ben. Da­bei läuft es in Ja­pan wirt­schaft­lich gar nicht so schlecht. Die De­fla­ti­ons­ge­fahr scheint ge­bannt, den Un­ter­neh­men geht es präch­tig. Das bringt ver­mehrt wie­der Ak­ti­en­an­le­ger auf den Plan. Die Geld­po­li­tik birgt aber auch Ri­si­ken. 2018 könn­te nach Ablauf von No­ten­bank­chef Ku­ro­das ers­ter Amts­zeit je­mand fol­gen, der der Po­li­tik der Dru­cker­pres­se kri­ti­scher ge­sinnt ist. Pre­mier Abes nach­las­sen­der Rück­halt in der Par­tei macht ein sol­ches Sze­na­rio mög­lich.

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