Ener­gie

Finanz und Wirtschaft - - MEINUNG -

Son­ne und Was­ser: Das ist die Kom­bi­na­ti­on, um Ener­gie zu tan­ken. Nicht nur im über­tra­ge­nen Sinn, für die ab­ge­ar­bei­te­ten Nord­eu­ro­pä­er an den Mit­tel­meer­küs­ten, son­dern wort­wört­lich. In der chi­ne­si­schen Pro­vinz An­hui, im Hin­ter­land von Schang­hai, wer­den auf ei­nem See schwim­men­de So­lar-

pa­nels in­stal­liert; am Schluss sol­len es 166 000 Stück sein, das gröss­te Feld sei­ner Art über­haupt. Im über­völ­ker­ten Zen­tral­chi­na sind so rie­si­ge Nutz­flä­chen rar – gut, dass hier vor ei­nem Jahr­zehnt ei­ne über­mäs­sig aus­ge­beu­te­te Koh­len­mi­ne ein­brach und die ent­stan­de­ne Gru­be mit der Zeit ge­flu­tet wur­de. Die alt­ein­ge­ses­se­ne Koh­le­bran­che wehrt sich je­doch ge­gen die Kon­kur­renz, die hier qua­si auf ih­ren Trüm­mern ein neu­es Ge­schäft plat­ziert. Der Wi­der­stand ver­zö­gert ge­le­gent­lich den An­schluss der An­la­gen ans Elek­tri­zi­täts­netz. Das Schwei­zer­volk hat jüngst die «Ener­gie­stra­te­gie 2050» an­ge­nom­men, die nun vom Wünsch- ins Mach­ba­re zu über­tra­gen ist. War­um nicht die Chi­ne­sen ko­pie­ren? Bie­ler- und Bo­den-, Zu­ger- und Zü­rich­see plät­schern nutz­los vor sich hin – sie war­ten ge­ra­de­zu auf sol­che Pa­nels. Für Fi­sche und Fi­schen­de, Boo­te und Ba­den­de lies­sen sich Ka­nä­le frei­hal­ten. Oder am En­de doch lie­ber Wind­tur­bi­nen?

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