Syn­gen­tas Ab­schied hin­ter­lässt Spu­ren

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Erst­mals seit der Fi­nanz­kri­se sta­gniert an der Schwei­zer Börse die Di­vi­den­den­ent­wick­lung. Im kom­men­den Jahr wer­den die ko­tier­ten Schwei­zer Un­ter­neh­men ge­mäss FuW-Schät­zun­gen 46,2 Mrd. Fr. des im lau­fen­den Ge­schäfts­jahr er­ziel­ten Ge­winns an die Ak­tio­nä­re aus­schüt­ten, rund 27 Mio. Fr. we­ni­ger als ein Jahr zu­vor. Zu­vor wa­ren die Aus­schüt­tun­gen seit 2008 jähr­lich bis zu 10% an­ge­wach­sen. Die­ser plötz­li­che und et­was über­ra­schen­de Still­stand beim Di­vi­den­den­wachs­tum hat ei­ne ein­fa­che Er­klä­rung. Der Weg­fall von Syn­gen­ta aus dem Bör­sen­ta­bleau wiegt schwer. Der Agro­che­mie­her­stel­ler schüt­te­te für 2016 rund 450 Mio. Fr. aus. Das ent­spricht 1% der ge­sam­ten Di­vi­den­den­sum­me der Schweiz.

Die Mehr­zahl der zwan­zig im Swiss Mar­ket In­dex (SMI) ge­lis­te­ten Kon­zer­ne dürf­ten 2018 ei­ne hö­he­re Di­vi­den­de zah­len. Die Schwer­ge­wich­te Nest­lé, mit 7,4 Mrd. Fr. gröss­ter Di­vi­den­den­zah­ler in der Schweiz, Ro­che und No­var­tis er­hö­hen ih­re Aus­schüt­tun­gen vor­aus­sicht­lich 4% (vgl. Ta­bel­le).

Der gröss­te Di­vi­den­den­sprung wird von La­far­geHol­cim er­war­tet. Der Ze­ment­her­stel­ler wird auf­grund des deut­lich hö­he­ren frei­en Cash­flows die Aus­schüt­tung um ei­nen Vier­tel er­hö­hen. Auch beim Sa­ni­tär­her­stel­ler Ge­be­rit, der Gross­bank UBS und dem Le­bens­ver­si­che­rer Swiss Li­fe sind deut­lich hö­he­re Be­trä­ge zu er­war­ten. Swatch Group wie­der­um dürf­te wie­der zum ge­wohn­ten Di­vi­den­den­ni­veau zu­rück­keh­ren, nach­dem der Uh­ren­her­stel­ler die­ses Jahr die Di­vi­den­de 10% ge­kürzt hat­te. Kon­kur­rent Ri­che­mont wird die Di­vi­den­de wie in den ver­gan­ge­nen Jah­ren leicht an­he­ben.

Das gröss­te Mi­nus geht auf das Kon­to der Gross­bank Cre­dit Suis­se. Sie hat­te die­ses Jahr trotz Ver­lus­ten ei­ne über­durch­schnitt­lich ho­he Di­vi­den­de aus­be­zahlt. Im kom­men­den Früh­ling dürf­te sie um über die Hälf­te re­du­ziert wer­den. Un­ver­än­dert blei­ben die Aus­schüt­tun­gen vor­aus­sicht­lich beim Ver­si­che­rer Zu­rich In­suran­ce, beim Tele­com­kon­zern Swiss­com und beim Per­so­nal­ver­mitt­ler Adec­co.

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