CPH hat we­ni­ger Kon­kur­renz

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Vor we­ni­gen Ta­gen hat CPH den Halb­jah­res­be­richt ver­öf­fent­licht und dar­in ge­stie­ge­ne Kos­ten für den An­kauf von Alt­pa­pier be­klagt. Dies wird künf­tig kaum mehr ge­sche­hen. Durch den Ent­scheid von Kon­kur­rent Ut­zen­storf Pa­pier, dem ein­zi­gen in­län­di­schen Zei­tungs­pa­pier­her­stel­ler ne­ben CPH, den Be­trieb per An­fang 2018 ein­zu­stel­len, wird ein Al­pa­pier­vo­lu­men frei, das sich CPH nun ver­trag­lich si­chert. Zu­dem über­nimmt sie den Be­trieb der Alt­pa­pier­sor­tier­an­la­ge in Ut­zen­storf. Ein Preis wird nicht ge­nannt.

Bis­her muss­te CPH rund die Hälf­te des für die Pro­duk­ti­on von Zei­tungs- und Ma­ga­zin­pa­pier ver­wen­de­ten Alt­pa­piers aus dem Aus­land im­por­tie­ren. Der in­ter­na­tio­na­le Han­dels­preis kann je­doch, wie das ers­te Halb­jahr ge­zeigt hat, stark schwan­ken. Der­zeit ist es die hö­he­re Nach­fra­ge aus Chi­na, die den Preis treibt.

Mit dem Alt­pa­pier­vo­lu­men, das CPH nun aus Ut­zen­storf über­neh­men wird, kann ab 2018 fast der ge­sam­te Be­darf für die Pa­pier­pro­duk­ti­on, die letz­tes Jahr 513 000 Ton­nen be­trug, ab­ge­deckt wer- den. Zu­dem fällt ein Kon­kur­rent weg. Ei­ni­ge Kun­den von Ut­zen­storf wer­den wohl bei CPH an­klop­fen. Doch Me­dien­spre­cher Chris­ti­an We­ber warnt vor zu ho­hen Er­war­tun­gen. Der in­ter­na­tio­nal funk­tio­nie­ren­de Zei­tungs- und Ma­ga­zin­pa­pier­markt schrump­fe wei­ter und sei nach dem Aus­schei­den von Ut­zen­storf wei­ter von Über­ka­pa­zi­tä­ten ge­prägt.

Das drückt auf die Prei­se. Und die­se sind re­le­van­ter für das Er­geb­nis von CPH als ei­ne Vo­lu­men­stei­ge­rung. Denn die Men­ge kann nicht mehr stark aus­ge­dehnt wer­den. Die Zei­tungs­pa­pier­ma­schi­ne am CPH-Stand­ort Per­len läuft fast an der Ka­pa­zi­täts­gren­ze.

Doch CPH ver­spricht sich vom sub­stan­zi­ell hö­he­ren An­teil an in­län­di­schem Alt­pa­pier ge­rin­ge­re Roh­stoff­kos­ten, was für die Pa­pier­spar­te der CPH ein be­deu­ten­der Schritt auf dem Weg zur in­ter­na­tio­na­len Kos­ten­füh­rer­schaft ist. Ei­nen Wett­be­werbs­vor­teil hat CPH be­reits da­durch, dass sie die mo­derns­te und da­mit kos­ten­ef­fi­zi­en­tes­te Pa­pier­ma­schi­ne im Wes­ten Kon­ti­nen­tal­eu­ro­pas be­sitzt. Den­noch schreibt die Pa­pier­spar­te von CPH der­zeit noch im­mer ro­te Zah­len.

Am Di­ens­tag leg­ten die Ak­ti­en CPH bei ver­gleichs­wei­se ho­hem Um­satz ge­gen 2% zu. Für Käu­fe soll­ten nied­ri­ge­re Kur­se ab­ge­war­tet wer­den.

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