Saint-Go­bain ver­bes­sert sich

Finanz und Wirtschaft - - INDUSTRIE -

Der fran­zö­si­sche Bau­stoff­kon­zern hat das Wachs­tums­tem­po im ers­ten Se­mes­ter er­höht. Saint-Go­bain (SGO) will die Stim­men­mehr­heit von Si­ka von der Fa­mi­lie Bur­kard über­neh­men. Zu­gleich ist das Un­ter­neh­men di­rek­ter Kon­kur­rent von Si­ka vor al­lem im gut lau­fen­den und er­trag­rei­chen Mör­tel­ge­schäft. Der Um­satz von SGO wuchs im ers­ten Se­mes­ter 4,4% auf 20,4 Mrd. €. Or­ga­nisch er­höh­te er sich 3,5%. Das ist das höchs­te Um­satz­wachs­tum seit dem ers­ten Se­mes­ter 2011.

SGO war En­de Ju­ni Op­fer ei­nes Ha­cker-An­griffs ge­wor­den, der die IT-Sys­te­me vor­über­ge­hend lahm­leg­te und das ope­ra­ti­ve Ge­schäft wäh­rend rund zwei­er Wo­chen mas­siv be­ein­träch­tig­te. Am 10. Ju­li konn­ten al­le Sys­te­me wie­der nor­mal be­trie- ben wer­den. Der Um­satz wur­de da­durch rund 220 Mio. € ge­schmä­lert. Das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis wur­de um 65 Mio. € ge­drückt. Auf Jah­res­ba­sis wer­den die Ein­bus­sen nur we­nig hö­her aus­fal­len.

Das ope­ra­ti­ve Er­geb­nis wuchs im Vor­jah­res­ver­gleich 7,1% auf knapp 1,5 Mrd. €. Der Ge­winn er­reich­te 754 Mio. €, ent­spre­chend ei­nem Plus von 26,5%. Die Mar­gen stie­gen auf 7,2% (Ebit) bzw. 3,7% (Ge­winn). Die Net­to­ver­schul­dung wuchs im Be­richts­se­mes­ter knapp 3% auf 6,8 Mrd. €. Die Ei­gen­ka­pi­tal­quo­te be­lief sich zur Jah­res­mit­te auf 43,5%.

Be­züg­lich Ei­gen­ka­pi­tal und Mar­gen bleibt Saint-Go­bain, trotz der Ver­bes­se­run­gen, wei­ter­hin deut­lich hin­ter Si­ka zu­rück. Das gilt, zu­min­dest vor­erst, auch für das Wachs­tums­tem­po.

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