Die jüngs­ten Neu­lin­ge ha­ben Start­schwie­rig­kei­ten

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - EM/GRI/KUE

Der Apo­the­ken­zu­lie­fe­rer und -be­trei­ber ist seit 6. April 2017 als Ga­le­ni­ca San­té an der Bör­se und wur­de we­nig spä­ter in Ga­le­ni­ca um­be­nannt. Mit rund 500 Apo­the­ken be­treibt die Ge­sell­schaft das grösste Netz­werk in der Schweiz und ist der grösste Zu­lie­fe­rer des Lan­des im Gross­han­del. Das Un­ter­neh­men kon­zen­triert sich auf den sta­bi­len, aber wachs­tums- und mar­gen­schwa­chen Schwei­zer Markt. Kauf­ar­gu­ment ist die Di­vi­den­den­ren­di­te, Kurs­fan­ta­sie ist be­grenzt.

Die Bio­techGe­sell­schaft ist seit 16. Ju­ni an der Schwei­zer Bör­se. Ent­stan­den ist sie durch die Ab­spal­tung von Ac­te­li­on, die vom US-Ge­sund­heits­kon­zern John­son & John­son ( J&J) über­nom­men wur­de. Mit Idor­sia ent­wi­ckeln Ac­te­lionMit­grün­der Je­an-Paul Clo­zel und sei­ne Frau Mar­ti­ne Clo­zel die von J&J ver­schmäh­te Pi­pe­line von Ac­te­li­on wei­ter. Seit dem Bör­sen­gang sind die Ti­tel deut­lich ge­stie­gen. Das hängt je­doch auch da­mit zu­sam­men, dass die Clo­zels tat­kräf­tig zu­ge­kauft ha­ben. Clo­zel be­sitzt mitt­ler­wei­le 26%. Der In­ves­tor Ru­dolf Maag hält 7%. An­le­ger müs­sen wis­sen: Die Ge­sell­schaft kann zur zwei­ten Ac­te­li­on wer­den oder auch ein To­tal­ver­lust wer­den.

Der tra­di­ti­ons­rei­che Elek­tround Mess­tech­nik­spe­zia­list be­trat am 6. Ju­li wie­der das Bör­sen­par­kett. Lan­ge stand für die Be­sit­zer To­shi­ba (60%) und In­no­va­ti­on Net­work Cor­po­ra­ti­on of Ja­pan (40%) auch ein Ver­kauf zur De­bat­te. Die fi­nan­zi­ell an­ge­schla­ge­ne To­shi­ba hat sich von Lan­dis+Gyr ge­trennt, um an li­qui­de Mit­tel zu kom­men. Die Ti­tel be­we­gen sich seit dem IPO seit­wärts, mit leicht ne­ga­ti­ver Ten­denz. Es ist zu früh, um den Er­folg ab­zu­schät­zen. Fra­ge­zei­chen ste­hen hin­ter ope­ra­ti­ver Fit­ness und Wachs­tums­po­ten­zi­al des Zu­ger Un­ter­neh­mens.

Vi­for Phar­ma ist die ehe­ma­li­ge Phar­ma­toch­ter der Apo­the­ken­be­trei­be­rin Ga­le­ni­ca. Im April 2017 ent­schied sie sich für den Al­lein­gang und spal­te­te Ga­le­ni­ca ab. Seit An­fang April wird Vi­for Phar­ma se­pa­rat an der Bör­se ge­han­delt. Sie ver­treibt ei­ne Viel­zahl von Prä­pa­ra­ten im Be­reich Ei­sen­man­gel, Ne­phro­lo­gie und kar­dio­rena­le Er­kran­kun­gen. Für ein neu­es Pro­dukt muss Vi­for al­ler­dings kräf­tig in­ves­tie­ren. Der Er­folg ist un­ge­wiss und die Ak­ti­en neh­men be­reits viel Fan­ta­sie vor­weg. Dem­ent­spre­chend hoch sind die Ri­si­ken, die in den Ti­teln lau­ern.

Der Apo­the­ken­ver­sand­händ­ler kam An­fang Ju­li an die SIX, zu­vor wur­den die Ti­tel aus­ser­börs­lich ge­han­delt. Das Or­der­buch war am obe­ren En­de der Preis­span­ne bei 140 Fr. mehr­fach über­zeich­net. Die­se Be­wer­tung be­rück­sich­tigt be­reits die aus­ser­or­dent­li­chen Wachs­tums­aus­sich­ten im deut­schen Ver­sand­han­del: In­ner­halb von fünf Jah­ren sol­len sich die Ein­nah­men ver­dop­peln. Hier er­ar­bei­tet die Ge­sell­schaft bis­lang knapp die Hälf­te des Um­sat­zes mit ih­rer nie­der­län­di­schen Toch­ter, der On­li­neapo­the­ke DocMor­ris. Die On­line­fan­ta­sie muss nun mit Fak­ten un­ter­mau­ert wer­den.

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