Cla­ri­ant sucht das Heil in Grösse

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN - CHRIS­TI­AN BRAUN

Am 22. Mai ha­ben Cla­ri­ant und der US-Che­mie­kon­zern Hunt­s­man ih­re Ab­sicht kund­ge­tan, die bei­den Un­ter­neh­men «als Re­sul­tat ei­ner zu­kunfts­ge­rich­te­ten Chan­cen­ab­wä­gung» in ei­ner Fu­si­on un­ter Glei­chen zu ver­schmel­zen. Mit ei­nem Pro-for­ma-Um­satz von 13,2 Mrd. $ (2016) soll so die welt­weit zweit­gröss­te Spe­zi­al­che­mie­grup­pe ent­ste­hen. Grös­sen­vor­tei­le und die da­mit zu­sam­men­hän­gen­den Sy­ner­gi­en wer­den als Haupt­mo­tiv hin­ter dem Vor­ha­ben ge­nannt.

Hunt­s­manCla­ri­ant wird die ver­spro­che­nen Sy­ner­gi­en von mehr als 400 Mio. $ pro Jahr rea­li­sie­ren und da­durch Wert von rund 3,5 Mrd. $ frei­set­zen. Zu­dem wird das brei­te Port­fo­lio be­rei­nigt wer­den. Ne­ben der ei­nen oder an­de­ren De­ves­ti­ti­on wird es auch Zu­käu­fe ge­ben, meh­re­re er­gän­zen­de, mit­tel­fris­tig aber auch ei­nen grös­se­ren.

Doch es gibt noch ein zwei­tes Sze­na­rio: Die Trans­ak­ti­on, über die die Ak­tio­nä­re bei­der Ge­sell­schaf­ten je­weils an ei­ner a. o. GV zu be­fin­den ha­ben, wird ab­ge­lehnt. Bei Cla­ri­ant reicht da­für ein Drit­tel der an­we­sen­den Stim­men. Der Fu­si­ons­plan hat vor al­lem mit Blick auf Cla­ri­ant Skep­sis ge­weckt. Das Spe­zi­al­che­mie­un­ter­neh­men wer­de un­ter Wert ge­bun­den, es ge­be bes­se­re Op­tio­nen, mit de­nen mehr Wert ent­fes­selt wer­den kön­ne, ar­gu­men­tiert et­wa der op­po­si­tio­nel­le Cla­ri­an­tAk­tio­när Whi­te Ta­le, der sei­nen An­teil in­zwi­schen auf knapp über 10% er­höht hat.

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