Glos­sar: Kor­rek­tur oder Bais­se?

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Wall­s­treet-Ve­te­ran By­ron Wi­en warnt: «Die Ge­fahr ei­ner Kor­rek­tur ist be­trächt­lich.» Jac­ques St­auf­fer von Par­su­mo be­schwich­tigt: «Ein Crash steht nicht zur De­bat­te.» Bei­de State­ments er­schie­nen in der FuWAus­ga­be vom 26. Ju­li. Doch was be­deu­ten die­se Be­grif­fe, und wie pas­sen die bei­den Aus­sa­gen zu­sam­men?

Ei­ne ein­heit­li­che De­fi­ni­ti­on exis­tiert nicht, doch Haupt­un­ter­schei­dungs­merk­mal sind Aus­mass und Dau­er des Kurs­ein­bruchs. Ei­ne Kor­rek­tur ist ein vor­über­ge­hen­der Ab­sa­cker zwi­schen 10 und 20%, der in nütz­li­cher Frist wie­der auf­ge­holt wird. Ei­ne Bais­se re­spek­ti­ve ein Bä­ren­markt be­zeich­net ei­nen Ein­bruch von mehr als 20%. Zu­dem dau­ert die Erholung län­ger. Ty­pi­sche Bei­spie­le sind das Plat­zen der Tech­no­lo­giebla­se zur Jahr­tau­send­wen­de so­wie der Ein­bruch im Zu­ge der Fi­nanz­kri­se. In bei­den Fäl­len ver­lor der Wel­t­ak­ti­en­markt mehr als 50%, und es dau­er­te rund sie­ben Jah­re, bis die Ver­lus­te wett­ge­macht wur­den (vgl. Gra­fik 4). Der Crash von 1987 kann als Bais­se be­zeich­net wer­den. Da­mals ver­lor der S&P 500 in der Spit­ze 36%, und es dau­er­te zwei Jah­re, bis die Schar­te aus­ge­wetzt war.

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