Warn­si­gna­le

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Ne­ben Dau­er und Aus­mass gibt es ei­ne wei­te­re wich­ti­ge Un­ter­schei­dung zwi­schen Kor­rek­tur und Bä­ren­markt: Kor­rek­tu­ren er­eig­nen sich wäh­rend ei­ner in­tak­ten Hausse und kön­nen kaum vor­aus­ge­sagt wer­den. Aus­lö­ser sind meist un­vor­her­seh­ba­re Er­eig­nis­se wie geo­po­li­ti­sche Span­nun­gen, uner­war­te­te Wen­dun­gen in der Geld­po­li­tik – er­in­nert sei an das Ta­per-Tan­trum im Früh­jahr 2013, als die US-Notenbank welt­wei­te Tur­bu­len­zen aus­lös­te, weil sie ei­ne Dros­se­lung der An­lei­hen­käu­fe an­kün­de­te – oder Ge­win­nent­täu­schun­gen, die je­doch kaum Aus­wir­kun­gen auf das Wirt­schafts­wachs­tum ha­ben.

Bä­ren­märk­te wer­den in der Re­gel von ei­ner Re­zes­si­on be­glei­tet. Auch sie sind nicht ein­fach vor­aus­zu­se­hen, es gibt aber Warn­si­gna­le. Zu den pro­mi­nen­tes­ten zäh­len ei­ne re­strik­ti­ve Geld­po­li­tik (ab­zu­le­sen bspw. an ei­ner fla­chen oder in­ver­sen Zins­struk­tur­kur­ve), die auf ho­he Be­wer­tun­gen, eu­pho­ri­sche An­le­ger und ei­ne ab­neh­men­de Markt­brei­te trifft. Letz­te­res ist dann der Fall, wenn die Hausse von im­mer we­ni­ger Sek­to­ren und Ein­zel­ti­teln ge­tra­gen wird. Ein­deu­tig er­füllt ist der­zeit ein­zig das Be­wer­tungs­kri­te­ri­um. Vor al­lem die USBör­se, die den Wel­t­ak­ti­en­markt do­mi­niert, ist teu­er. Un­klar ist, ab wel­chem Zins­ni­veau Ge­fahr droht (vgl. Haupt­text).

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