Ver­hal­ten po­si­ti­ve Stim­mung

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN SCHWEIZ - SO­FIE GOLLOB

SMI-Schwer­ge­wicht Nest­lé stützt die Ent­wick­lung. EFG und GAM mar­kie­ren ein Jah­res­hoch.

Nach ei­nem gu­ten Start in die Wo­che hat der Schwei­zer Ak­ti­en­markt in den ers­ten Han­dels­ta­gen im Au­gust an die po­si­ti­ve Ent­wick­lung an­ge­knüpft. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) mar­kier­te am Don­ners­tag ein Jah­res­hoch von 9160 Punk­ten und no­tier­te im Ver­lauf der Wo­che um 1,7% hö­her auf 9176,99.

Das Schwer­ge­wicht Nest­lé (+1,9% im Wo­chen­ver­gleich) ver­moch­te den SMI zu stüt­zen. Auch No­var­tis (+1,2%) und Ro­che (GS, +2,3%) wa­ren ge­sucht. Die USArz­nei­mit­tel­be­hör­de FDA ge­währ­te dem Ro­che-Me­di­ka­ment Ale­cen­sa die be­vor­zug­te Prü­fung. Den Zu­las­sungs­ent­scheid wird die FDA bis En­de No­vem­ber fäl­len.

Swiss Re ver­lie­ren

Zu den gröss­ten Ver­lie­rern ge­hör­ten Swiss Re (–0,8%). Im ers­ten Halb­jahr ver­zeich­ne­te der Rück­ver­si­che­rer ei­nen Ge­winn­rück­gang und ver­fehl­te die Markt­er­war­tun­gen. Kos­ten im Zu­sam­men­hang mit dem Wir­bel­sturm Deb­bie in Aus­tra­li­en be­las­te­ten das Er­geb­nis (vgl. Sei­te 9). In der Vor­jah­res­pe­ri­ode hat­te Swiss Re zu­dem von ei­nem Son­der­ge­winn der Spar­te Li­fe Ca­pi­tal pro­fi­tiert.

Ba­loi­se (+2,3%) und Zu­rich (+1,4%) no­tier­ten nach vor­über­ge­hend schwa­cher Ten­denz im Ge­samt­ver­lauf sta­bil. Die Bank­wer­te CS Group (+0,9%) und UBS (+0,9%) blie­ben mit Ge­win­nen zur Wo­chen­mit­te sta­bil. Ju­li­us Bär (+2,6%) und EFG (+10,8%) wa­ren ge­sucht. Letz­te­re mar­kier­ten mit 7.82 Fr. ein Jah­res­hoch.

Mit ei­nem Halb­jah­res­ge­winn von 67,7 Mio. Fr. hat GAM (+2,6%) al­le Er­war­tun­gen über­trof­fen. Die Va­lo­ren des Fi­nanz­dienst­leis­ters stie­gen auf ein Jah­res­hoch von 15.7 Fr. In Be­zug auf die lang­fris­ti­ge Er­ho­lung blei­ben je­doch Fra­gen of­fen (vgl. Sei­te 8). Leon­teq leg­ten stark zu (+13,3%). Grund wa­ren po­si­ti­ve Ein­schät­zun­gen durch die CS und die Zürcher Kan­to­nal­bank. Bei­de stuf­ten den De­ri­va­te­spe­zia­lis­ten her­auf. Leon­teq be­stä­tig­te mit er­mu­ti­gen­den Zah­len den Tur­naround.

Die Ti­tel der Ber­ner Kan­to­nal­bank (+0,2%) ten­dier­ten sta­bil. Die Bank hat im ers­ten Halb­jahr 2017 ei­nen Ge­winn von 56,9 Mio. Fr. er­wirt­schaf­tet (vgl. Sei­te 8).

Be­wil­li­gung für Sun­ri­se

Po­si­ti­ve Nach­rich­ten ka­men vom Tele­com­kon­zern Sun­ri­se (+2%). Der Ver­kauf der Mo­bil­funk­mas­ten für 500 Mio. Fr. an ein Kon­sor­ti­um un­ter Füh­rung der spa­ni­schen Cell­nex hat al­le Be­wil­li­gun­gen er­hal­ten. Zu­dem wird das TVS­port An­ge­bot dank zwei­er Ko­ope­ra­tio­nen mit Swiss­com-Toch­ter Teleclub und dem Pay-TV-An­bie­ter Sky at­trak­ti­ver.

SGS (+1,4%) ak­qui­riert wei­ter fleis­sig klei­ne Ge­sell­schaf­ten: Der Prüf­kon­zern er­warb die ita­lie­ni­sche Fir­ma CTR Con­sul­ting Tes­ting Re­se­arch, die für Öl- und Gas­un­ter­neh­men Tests durch­führt. SGS über­nahm auch das nie­der­län­di­sche Un­ter­neh­men Ma­co Cust­oms Ser­vice, ein An­bie­ter von Com­p­li­an­ce- und Han­delsDi­enst­leis­tun­gen.

Im ers­ten Quar­tal 2017/18 hat Lem (+5,6%) den Auf­trags­ein­gang um rund ein Fünf­tel auf 78,8 Mio. Fr. ge­stei­gert. Der Ge­winn des Elek­tro­her­stel­lers nahm um 23% auf 13,3 Mio. Fr. zu (vgl. Sei­te 6).

Der Phar­ma­zu­lie­fe­rer Lon­za (–1,3%) ex­pan­diert mit dem Kauf der klei­nen Fir­ma Mi­cro-Ma­c­i­na­zio­ne im Be­reich der mi­kro­ni­sier­ten Wirk­stof­fe für die Phar­ma- und Fein­che­mie­bran­che.

Wäh­rend der Um­satz der Me­di­zin­tech­nik­fir­ma Col­te­ne (–2,3%) im ers­ten Halb­jahr um 3,2% auf 78 Mio. Fr. ge­stie­gen ist, sank der Ge­winn um 16% auf 6 Mio. Fr. Die Fir­ma will die Be­triebs­ge­winn­mar­ge (Ebit), die in der ers­ten Jah­res­hälf­te 12,3% be­trug, nach­hal­tig auf 15% stei­gern.

Mit ei­nem Ver­lust von 11,1 Mio. $ hat SHL Tele­me­di­ci­ne (+1,8%) das Ge­schäfts­jahr 2016 ab­ge­schlos­sen. Der Um­satz wuchs um 9,2% auf 40,5 Mio. $.

Der Land­ma­schi­nen- und Kom­mu­nal­fahr­zeug­bau­er Bu­cher (+9,4%) er­höh­te das Kon­zern­er­geb­nis um knapp ein Fünf­tel auf 87 Mio. Fr. Der Auf­trags­ein­gang wuchs gut 16% (vgl. Sei­te 6).

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