Schwei­zer Trend zur Ein­heits­ak­tie

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Ein Ent­scheid, auch hier­zu­lan­de Un­ter­neh­men mit meh­re­ren Ti­tel­ka­te­go­ri­en aus ein­zel­nen In­di­zes aus­zu­schlies­sen, wür­de nam­haf­te Kon­zer­ne tan­gie­ren. So et­wa Ro­che: Vom Bas­ler Phar­ma­gi­gan­ten wer­den an der Schwei­zer Bör­se vor al­lem die Ge­nuss­schei­ne ge­han­delt. Die­se ver­fü­gen zwar über Ver­mö­gens­rech­te, er­lau­ben aber kei­ne Mit­be­stim­mung. Im dreis­sig Titel um­fas­sen­den Swiss Le­a­der In­dex wä­ren zu­dem der Lu­xus­gü­ter­kon­zern Swatch Group, der Lift­her­stel­ler Schindler so­wie Si­ka be­trof­fen. Ge­ra­de beim Bau­zu­lie­fe­rer hat die Kon­stel­la­ti­on mit Na­men- und In­ha­ber­ak­ti­en zu ei­nem jah­re­lan­gen Rechts­streit zwi­schen dem Ma­nage­ment und der Grün­der­fa­mi­lie ge­führt, der wohl erst in ei­ni­gen Mo­na­ten in die nächs­te Run­de ge­hen wird.

Trotz die­ser Bei­spie­le ist in der Schweiz – ge­gen­läu­fig zur in­ter­na­tio­na­len Ent­wick­lung (vgl. Haupt­text) – eher ein Trend zur Ein­heits­ak­tie zu er­ken­nen. Mass­nah­men wie von S&P Dow Jo­nes sind des­halb hier­zu­lan­de vor­erst nicht zu er­war­ten. Den­noch wird die Dis­kus­si­on auch an der Schwei­zer Bör­se SIX auf­merk­sam ver­folgt. «In­dex­an­bie­ter tun sich zu­neh­mend schwer mit Un­ter­neh­men, die ver­schie­de­ne Ak­ti­en­ka­te­go­ri­en füh­ren», sagt Bör­sen­chef Chris­toph Lan­dis ge­gen­über FuW (vgl. Sei­te 11). «Wir wer­den re­agie­ren, wenn sich die In­dex­an­pas­sun­gen in­ter­na­tio­nal durch­set­zen.»

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