Walt Dis­ney bald oh­ne Net­flix

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Der US-Kon­zern Walt Dis­ney will die Part­ner­schaft mit Net­flix be­en­den. Ab 2019 wer­den neue Dis­ney-Fil­me in den USA di­rekt über ei­nen ei­ge­nen Strea­m­ing-Di­enst an­ge­bo­ten. Der Sport­sen­der ESPN will be­reits ab 2018 sei­ne Sen­dun­gen auch über In­ter­net ver­brei­ten.

Im­mer mehr Zu­schau­er kün­di­gen teu­re TV-Abos, weil vie­le Fil­me und Sen­dun­gen über Strea­m­ing-Di­ens­te wie Net­flix und Ama­zon Vi­deo on­line ver­füg­bar sind. Das schlägt sich auch in sin­ken­den Abon­nen­ten­zah­len bei ESPN nie­der. Der Sport­sen­der ist ei­ne der wich­tigs­ten Ein­nah­me­quel­len des Dis­ney-Kon­zerns, des­sen Ge­winn im jüngs­ten Quar­tal fiel. Künf­tig soll der neue ESPN-Di­enst zu- sätz­lich zum An­ge­bot der ESPN-TV-Ka­nä­le jähr­lich rund 10 000 Sport­er­eig­nis­se über das In­ter­net zei­gen, mit Schwer­punkt Base­ball, Eis­ho­ckey und Fuss­ball.

An­le­ger sind aber skep­tisch. Der Strea­m­ing-Markt ist heiss um­kämpft, zu­dem fal­len ho­he In­ves­ti­tio­nen an. Um das An­ge­bot tech­nisch zu schul­tern, stockt Dis­ney sein Min­der­heits­an­teil am Vi­deoS­trea­m­ing-Un­ter­neh­men Bam­tech für 1,58 Mrd. $ um 42% auf. Mit dem En­de des Net­flix-De­als wird Dis­ney Fil­me wie «Toy Sto­ry 4» und «Fro­zen 2» nun nach dem Start im Ki­no selbst den Zu­schau­ern an­bie­ten kön­nen.

Die Kon­kur­renz durch Net­flix und ähn­li­che An­bie­ter spie­gelt sich auch in den Zah­len von Dis­ney. Im ab­ge­lau­fe­nen Quar­tal fiel der Ge­winn we­gen rück­läu­fi­ger Abon­nen­ten­zah­len bei ESPN und hö­he­rer Pro­duk­ti­ons­kos­ten 9% auf 2,37 Mrd. $. Der Um­satz ver­rin­ger­te sich leicht auf 14,24 Mrd. $. (Reu­ters)

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