Er­war­te­te Nach­fra­ge­spit­ze be­las­tet Roh­öl

Finanz und Wirtschaft - - ROHSTOFFE/DERIVATIVE INSTRUMENTE - NITESH SHAH,

Roh­öl hat ver­gan­ge­ne Wo­che et­was Glanz ein­ge­büsst. Ob­wohl der US-Be­stand im Ver­gleich zur Vor­wo­che er­neut deut­lich zu­rück­ge­gan­gen ist und sich die Nach­fra­ge ge­mäss der In­ter­na­tio­na­len Ener­gie­agen­tur (IEA) in der zwei­ten Jah­res­hälf­te er­ho­len dürf­te, ist der Op­ti­mis­mus am Öl­markt wie­der der Er­nüch­te­rung ge­wi­chen. Der Fass­preis hat nach­ge­ge­ben und no­tiert wie­der na­he dem Stand von letz­tem Frei­tag. Nord­see­öl der Sor­te Brent wur­de vor dem Wo­che­n­en­de zu 51.70 $ je Fass ge­han­delt. Im Wo­chen­ver­lauf war die No­tie­rung zwi­schen­zeit­lich über 53.50 $ je Fass ge­stie­gen. Auch USLeicht­öl der Sor­te West Te­xas In­ter­me­dia­te ( WTI) kos­te­te mit 48.40 $ je Fass 3,4% we­ni­ger als noch auf dem Wo­chen­höchst am Don­ners­tag.

Grund für den neu­er­li­chen Preis­rück­gang ist die Tat­sa­che, dass die sai­so­na­le Nach­fra­ge­spit­ze bald er­reicht sein dürf­te. Zu­dem wird das ak­tu­el­le Tref­fen der Or­ga­ni­sa­ti­on erd­öl­ex­por­tie­ren­der Län­der (Opec) in Abu Dha­bi oh­ne ei­ne be­deu­ten­de Ei­ni­gung zu En­de ge­hen. Markt­be­ob­ach­ter er­war­ten le­dig­lich ei­ne Ab­mah­nung an nicht­ko­ope­rie­ren­de Mit­glie­der. Im Ju­ni hat­ten ei­ni­ge Opec-För­de­rer ge­mäss ei­ge­nen An­ga­ben deut­lich mehr Roh­öl aus dem Bo­den ge­pumpt als un­ter der gel­ten­den Ver­ein­ba­rung vor­ge­se­hen ist. Zu­dem ha­ben Li­by­en und Ni­ge­ria, die von den Quo­ten aus­ge­nom­men sind, ih­re Pro­duk­ti­on deut­lich ge­stei­gert. An­ge­sichts des ho­hen An­ge­bots wird Roh­öl vor­aus­sicht­lich wei­ter­hin im Be­reich zwi­schen 40 und 55 $ je Fass han­deln.

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