Span­nen­de GLKB

Finanz und Wirtschaft - - FINANZ -

Die Glar­ner Kan­to­nal­bank (GLKB) sticht un­ter ih­ren Schwes­tern her­vor. Das klei­ne In­sti­tut legt ein be­acht­li­ches Wachs­tum hin, da sie auf Di­gi­ta­li­sie­rung setzt. Zum ei­nen stei­gert sie so den Er­trag im klas­si­schen Zins­ge­schäft. Mit ih­rer On­line­Platt­form Hy­po­mat macht die GLKB mitt­ler­wei­le rund die Hälf­te ih­res Neu­ge­schäfts. Zum an­dern li­zen­ziert sie den Hy­po­mat an ih­re Schwes­ter­in­sti­tu­te in Freiburg und im Tes­sin so­wie die Bank BSU aus. Aus­ser­dem be­sorgt sie un­ter dem La­bel Kre­dit­fa­brik den On­li­ne-Ver­trieb von Hy­po­the­ken für die Pen­si­ons­kas­se der Mi­gros und die Pax-Ver­si­che­rung.

Die GLKB hat sich zur Aus­la­ge­rungs­dienst­leis­te­rin ge­mau­sert und sich ei­ne völ­lig neue Er­trags­quel­le er­schlos­sen. Das für die­se Un­ter­neh­men auf­ge­bau­te Hy­po­the­kar­vo­lu­men nimmt die GLKB da­bei nicht selbst auf die Bi­lanz. Die­ses Ge­schäft wirkt al­so nicht nur er­trags­för­dernd, son­dern zu­gleich di­ver­si­fi­zie­rend. Die Ak­tie der GLKB ist mit ei­nem Kurs-Ge­winn-Ver­hält­nis (2017) von 18 im Ver­gleich zur eig­nen His­to­rie zwar nicht mehr güns­tig. Re­la­tiv zur Kon­kur­renz kommt sie aber nicht über­teu­ert da­her. Von ihr un­ter­schei­det sie sich durch den kon­se­quen­ten Aus­bau des di­gi­ta­len Ge­schäfts. Das gibt der Ak­tie ein Wachs­tums­po­ten­zi­al, das an­dern ab­geht.

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