Die Fai­re: Ro­che

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Die Ge­nuss­schei­ne von Ro­che be­we­gen sich trotz des tie­fen Zins­ni­veaus als ei­ner von we­ni­gen Ti­teln im Swiss Le­a­der In­dex (SLI) seit Jah­ren ent­lang des ei­ge­nen Be­wer­tungs­me­di­ans. Der Phar­ma­kon­zern ist mit dem Ablauf des Pa­tents von drei sei­ner bis­he­ri­gen Um­satz­trä­ger kon­fron­tiert. Bio­lo­gi­sche Nach­ah­mer (Bio­si­mi­lars) kom­men auf den Markt. Zwar ver­fügt Ro­che über Nach­fol­ger. Die kli­ni­schen Da­ten über­zeu­gen je­doch nicht voll­ends. Gleich zwei wich­ti­ge Stu­di­en flopp­ten aus Sicht der An­le­ger in die­sem Jahr. So konn­ten die Bas­ler beim Hoff­nungs­trä­ger Per­je­ta an­ders als er­hofft nur in ei­ner Sub­pa­ti­en­ten­grup­pe ei­ne Wir­kung ge­gen Brust­krebs nach­wei­sen. In ei­ner Stu­die, bei der das Krebs­im­mun­the­ra­peu­ti­kum Te­cen­triq ge­gen Bla­sen­krebs ge­tes­tet wur­de, miss­lang der Wir­knach­weis gar ganz. Das sorgt für Zu­rück­hal­tung.

An­le­ger war­ten ab, bis sie die Hö­he des künf­ti­gen Wachs­tums der Bas­ler bes­ser ab­schät­zen kön­nen. Vor al­lem der Um­satz­ver­lust durch die Bio­si­mi­lars ist der­zeit schwer vor­her­seh­bar. Hin­zu kom­men Ängs­te der In­ves­to­ren vor Preis­druck in dem für die Phar­ma­bran­che wich­tigs­ten Ab­satz­markt USA. Für lang­fris­tig ori­en­tier­te An­le­ger, die in ei­nen eta­blier­ten, trotz der Rück­schlä­ge durch­aus in­no­va­ti­ven Phar­ma­kon­zern in­ves­tie­ren möch­ten, bie­tet die Kon­stel­la­ti­on den­noch Chan­cen. Sie kön­nen die Va­lo­ren ak­tu­ell zu ei­nem fai­ren Preis er­wer­ben, der auch im Bran­chen­ver­gleich durch­aus mit­hal­ten kann.

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