Ei­gen­ka­pi­tal oder Er­folgs­rech­nung?

Finanz und Wirtschaft - - MEN -

Prin­zi­pi­ell ha­ben Ge­sell­schaf­ten zwei Mög­lich­kei­ten, wie sie mit tat­säch­li­chen oder er­war­te­ten An­pas­sun­gen der Vor­sor­ge­leis­tun­gen in den Bi­lan­zen um­ge­hen, er­klärt Eli­sa Al­fie­ri, Wirt­schafts­prü­fer von EY:

«Im Fall A ist sich das Un­ter­neh­men si­cher, wel­che Mass­nah­men der Stif­tungs­rat plant, und an­ti­zi­piert sie. Es kann sich et­wa um ei­ne Sen­kung des Um­wand­lungs­sat­zes, ei­ne Re­duk­ti­on des Pen­si­ons­al­ters oder ei­ne ge­rin­ge­re Ver­zin­sung der Al­ters­gut­ha­ben han­deln. Dann muss die Ge­sell­schaft die Ve­rän­de­rung der Vor­sor­ge­ver­pflich­tung über das Ei­gen­ka­pi­tal ver­bu­chen. Ei­ne sin­ken­de Ver­pflich­tung er­höht das Ei­gen­ka­pi­tal.

Im Fall B ist sich das Un­ter­neh­men un­si­cher, ob und wel­che Mass­nah­men vom Stif­tungs­rat wann ge­trof­fen wer­den. Da­her be­rück­sich­tigt es sie vor­erst nicht bei der Be­wer­tung der Vor­sor­ge­ver­pflich­tung. Erst die tat­säch­li­che Än­de­rung des Pen­si­ons­plans müss­te dann über die Er­folgs­rech­nung ver­bucht wer­den und wür­de den Ge­winn er­hö­hen, falls Kom­pen­sa­ti­ons­leis­tun­gen wie Über­gangs­re­ge­lun­gen die­sen Ef­fekt nicht ega­li­sie­ren.»

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