Gold gibt nach Avan­cen Ge­win­ne ab

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Der Trend bei Gold zeig­te ab An­fang Ju­li deut­lich nach oben. Vom Tief bei knapp 1200 $ ver­teu­er­te sich die Un­ze Gold bis zum 9. Sep­tem­ber auf ein Drei­zehn­mo­nate­hoch von 1355 $. Mit 12% war es der längs­te und kräf­tigs­te An­stieg im lau­fen­den Jahr, nach­dem das Edel­me­tall in den Mo­na­ten zu­vor mehr­fach an der Mar­ke von 1300 $ pro Un­ze ge­schei­tert war.

Nach den Kurs­a­van­cen der Vor­wo­chen hat der Trend in den ver­gan­ge­nen Ta­gen ge­dreht. Das freund­li­che Bör­sen­um­feld drängt si­che­re Hä­fen wie Gold in den Hin­ter­grund. Trotz er­neu­ten Ra­ke­ten­tests Nord­ko­reas hat sich die Markt­stim­mung nicht nach­hal­tig ein­ge­trübt. So­lan­ge sich die Si­tua­ti­on um Nord­ko­rea nicht zu­spitzt, rü­cken das fun­da­men­ta­le Um­feld und die Zins­po­li­tik des Fed wie­der in den Vor­der­grund.

Von die­ser Sei­te hat die Un­ter­stüt­zung für den Gold­preis jüngst et­was nach­ge­las­sen. Ei­ner­seits fand der Dol­lar et­was Tritt, nach­dem er in den Mo­na­ten zu­vor deut­lich an Wert ver­lo­ren hat­te. Auch die Zin­sen zeig­ten ei­ne Ge­gen­be­we­gung. Die Ren­di­te zehn­jäh­ri­ger US-Staats­an­lei­hen zog auf 2,2% an, nach­dem sie vor zwei Wo­chen mit 2% das Jah­res­tief er­reicht hat­te. Da­zu passt der Um­schwung bei den Zins­er­war­tun­gen. Die Wahr­schein­lich­keit für ei­nen Zins­schritt des Fed per En­de Jahr ist ge­mäss Zins­ter­min­markt von 30% An­fang Sep­tem­ber auf 56% ge­stie­gen. Blei­ben die po­li­ti­schen Über­ra­schun­gen aus, dürf­te bei Gold als nächs­tes ein Test der 1300-$-Mar­ke be­vor­ste­hen.

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