Di­vi­den­den­ren­di­te bleibt das Ar­gu­ment

Finanz und Wirtschaft - - UNTERNEHMEN -

Wal­ter Mei­er ist durch die im April voll­zo­ge­ne Fu­si­on mit der grös­se­ren To­bler Haus­tech­nik deut­lich ge­wach­sen. Die Grup­pe ist rein auf Kli­ma und re­gio­nal auf die Schweiz kon­zen­triert, als Gross­händ­ler mit Kom­plett­an­ge­bot von Hei­zun­gen, Lüf­tun­gen, Kli­ma­an­la­gen und Sa­ni­tär für Woh­nund Zweck­bau­ten, in­klu­si­ve tech­ni­scher Be­ra­tung, Pla­nungs­sup­port und Ser­vice­netz. Trei­ber des Ge­schäfts sind Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Kom­fort­stei­ge­rung. Wal­ter Mei­er be­dient End­kun­den bzw. Bau­her­ren aus­schliess­lich über Ver­triebs­part­ner (In­stal­la­teu­re). Pro for­ma setz­te das neue Un­ter­neh­men im ver­gan­ge­nen Jahr 568 Mio. Fr. um, wo­von 330 Mio. Fr. auf To­bler ent­fal­len. Der Ebit­da (Be­triebs­er­geb­nis vor Ab­schrei­bun­gen und Amor­ti­sa­tio­nen) er­reich­te 45 Mio. Fr. 2017, und für die bei­den kom­men­den Jah­re ist mit In­te­gra­ti­ons­kos­ten zu rech­nen, ku­mu­liert et­wa 20 bis 22 Mio. Fr. Die Sy­ner­gie­ef­fek­te wer­den ab 2020 voll­stän­dig zur Gel­tung kom­men und dann jähr­lich 17 bis 18 Mio. Fr. er­rei­chen. Dann soll ein Ebit­da von mehr als 60 Mio. Fr. er­wirt­schaf­tet wer­den. Die Net­to­schul­den er­rei­chen ak­tu­ell mit 170 Mio. Fr. ein Viel­fa­ches des Ebit­da. Erst 2020 soll – nach Plan – die Net­to­ver­schul­dung mit 105 Mio. Fr. nur noch das rund 1,7-Fa­che des Ebit­da aus­ma­chen. Der Tra­di­ti­on als Di­vi­den­den­pa­pier soll nach wie vor ent­spro­chen wer­den. Wei­ter­hin ist ge­plant, je Ak­tie 2 Fr. aus­zu­schüt­ten, ob­wohl 2017 we­gen der In­te­gra­ti­ons­kos­ten nur ein klei­ner Ge­winn von viel­leicht 0.40 Fr. je Ti­tel an­fal­len wird. Wal­ter Mei­er stellt «nach­hal­tig gu­te Mar­gen» auf Ebit­daStu­fe in Aus­sicht. Zu­letzt wa­ren es 8%. Lang­fris­tig soll der Ge­winn je Ak­tie auf über 2.50 Fr. ge­stei­gert wer­den. Kurs­fan­ta­sie ha­ben die Ti­tel we­nig, es dau­ert noch, bis sich die Fu­si­on in hö­he­rem Ge­winn nie­der­schlägt. Das Um­feld bie­tet we­nig Chan­cen, den Um­satz deut­lich zu stei­gern (vgl. In­ter­view), doch kein Wett­be­wer­ber ist der­art kom­plett po­si­tio­niert wie Wal­ter Mei­er.

Der Bör­sen­wert des Streu­be­sit­zes (gut 25%) be­trägt nur rund 125 Mio. Fr., der Han­del ist nicht sehr li­qui­de. Da­für lockt ei­ne Di­vi­den­den­ren­di­te von 4,6%, bei vor­sich­ti­ger Di­vi­den­den­schät­zung. 5% Ren­di­te er­gibt sich aus der vom Un­ter­neh­men in Aus­sicht ge­stell­ten Di­vi­den­de von 2 Fr.

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