So­lo­thurn zahlt 0% Ren­di­te

Finanz und Wirtschaft - - OBLIGATIONEN - OB­LI­GA­TIO­NEN SCHWEIZ MAN­FRED KRÖLLER

Cré­dit Ag­ri­co­le plat­ziert 180 Mio. Fr. über sechs­ein­halb Jah­re und bie­tet da­für 0,285%.

Als ein­zi­ge Trans­ak­ti­on im In­land­seg­ment prä­sen­tier­te Cre­dit Suis­se (CS) am Mitt­woch im Al­lein­gang 0% Kan­ton So­lo­thurn 2017/2025 über 150 Mio. Fr. Die An­lei­he des von Stan­dard & Poor’s (S&P) mit AA+ be­wer­te­ten Kan­tons er­ziel­te ei­nen Ren­di­te­ab­schlag von 10,3 Ba­sis­punk­ten (Bp) un­ter Swap-Mit­te. Das Pa­pier wur­de zu 100% aus­ge­ge­ben, das heisst, Zeich­ner müs­sen sich acht Jah­re lang mit ei­ner Ren­di­te von 0% be­gnü­gen.

Tags dar­auf folg­te un­ter Fe­der­füh­rung von CS und Cré­dit Agri- cole (oh­ne Buch) 0,3% Cré­dit Ag­ri­co­le 2017/2024 über 180 Mio. Fr. Der sechs­ein­halb­jäh­ri­ge Bond, den die Lon­do­ner Fi­lia­le der fran­zö­si­schen Gross­bank emit­tiert hat, wur­de mit ei­nem Ren­di­te­auf­schlag (Spre­ad) von 31 Bp über Swap-Mit­te un­ter­ge­bracht. Bei ei­nem Aus­ga­be­preis von 100,097% er­ziel­te das Pa­pier ei­ne Ren­di­te von 0,285%.

Der Aus­gang der Wahl zum Deut­schen Bun­des­tag am Sonn­tag «wird mit dar­über ent­schei­den, in­wie­weit es ei­ne tie­fe­re In­te­gra­ti­on des Eu­ro­raums ge­ben wird», schreibt die Com­merz­bank im Wo­chen­aus­blick. Wäh­rend ei­ne gros­se Ko­ali­ti­on zu­min­dest ei­ni­gen der ak­tu­el­len Ide­en wohl recht auf­ge­schlos­sen ge­gen­über­ste­hen wür­de, dürf­te es im Fal­le ei­ner CDU/FDP-Ko­ali­ti­on nur kos­me­ti­sche Än­de­run­gen ge­ben.

Der­weil ist die Ren­di­te­kur­ve deut­scher Bun­des­an­lei­hen im Lauf­zei­tenbe­reich von zehn bis dreis­sig Jah­ren durch stei­gen­de Zin­sen am lan­gen En­de deut­lich stei­ler ge­wor­den, merkt die Bank wei­ter an. So bö­ten «Ul­tra­l­ang­läu­fer der­zeit die bes­ten Chan­cen, auch im Ver­gleich zu ent­spre­chen­den Pa­pie­ren an­de­rer Eu­ro­kern­län­der». Von der An­ge­bots­sei­te her las­se der Ge­gen­wind der Net­to- emis­sio­nen lang­sam nach. Kom­men­de Wo­che dürf­ten mit et­wa 15 Mrd. € et­was we­ni­ger Eu­ro-Staats­an­lei­hen be­ge­ben wer­den als in der Vor­wo­che, da wahr­schein­lich nur Deutsch­land und Ita­li­en ak­tiv wer­den. Das Net­to­an­ge­bot wer­de auf­grund von Til­gun­gen und Cou­pon­zah­lun­gen mit 10 Mrd. € deut­lich nied­ri­ger sein.

Por­tu­gals Wirt­schaft ist im ers­ten Halb­jahr kräf­tig ge­wach­sen, und ein En­de des Auf­schwungs ist nicht in Sicht. Dar­um dürf­ten nach S&P auch die an­de­ren bei­den gros­sen Ra­ting­agen­tu­ren dem Land bald wie­der ein In­vest­ment­Gra­de-Ra­ting zu­er­ken­nen. Wirk­lich ge­löst sei­en Por­tu­gals Pro­ble­me aber nicht, schränkt die Com­merz­bank an. Denn we­gen der ho­hen öf­fent­li­chen und pri­va­ten Ver­schul­dung pro­fi­tie­re das Land sehr von der ul­tra­ex­pan­si­ven Geld­po­li­tik der EZB. Un­ter ei­nem «wohl noch fer­nen Kurs­wech­sel der EZB» wür­de das Land stark lei­den, schreibt die Bank und warnt: «Zu­dem ero­diert die ver­bes­ser­te preis­li­che Wett­be­werbs­fä­hig­keit be­reits wie­der, was die Wirt­schaft auf Dau­er brem­sen wird.»

Der Schwei­zer Aus­sen­han­del er­ziel­te im Au­gust 2017 ei­nen Über­schuss von 2,17 Mrd. Fr. Den Ex­por­ten von knapp 16,7 Mrd. Fr. stan­den Im­por­te von gut 14,6 Mrd. Fr. ge­gen­über. Ar­beits­tag­berei­nigt ge­gen­über dem Vor­jahr stie­gen die Aus­fuh­ren no­mi­nal um 3,9% und re­al um 6,1%. Die Ein­fuh­ren er­höh­ten sich no­mi­nal um 9,8%, re­al um 5,9%, teilt die Eid­ge­nös­si­sche Zoll­ver­wal­tung (EZV) mit.

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