Trump ver­schont Big Phar­ma

Finanz und Wirtschaft - - KONSUM/GESUNDHEIT - GRI

Der US-Prä­si­dent will die Me­di­ka­men­ten­prei­se sen­ken. Die Bran­che kann den­noch auf­at­men.

Das Da­mokles­schwert, das über der Phar­ma­in­dus­trie hing, ist weg. Die von der Re­gie­rung von USPrä­si­dent Do­nald Trump Frei­tag­nacht ver­öf­fent­lich­ten Än­de­rungs­vor­schlä­ge für das US-Ge­sund­heits­sys­tem tan­gie­ren die Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler nur am Ran­de. Die Ak­ti­en von Ro­che und No­var­tis la­gen bis Di­ens­tag­mit­tag leicht im Plus.

Am meis­ten fürch­te­ten sich In­ves­to­ren da­vor, dass Do­nald Trump der staat­li­chen Al­ters­kran­ken­kas­se Me­di­ca­re er­lau­ben wür­de, di­rekt mit den Arz­nei­mit­tel­her­stel­lern über die Prei­se bei ge­wis­sen Me­di­ka­men­ten (Part D) zu ver­han­deln. Da­von nahm Trump je­doch Ab­stand. Se­nio­ren müs­sen so­mit wei­ter­hin für Part-D-Arz­nei­mit­tel ei­ne Ver­si­che­rung über pri­va­te An­bie­ter ab­schlies­sen, de­ren Prä­mi­en dann von Me­di­ca­re zu ei­nem Gross­teil sub­ven­tio­niert wer­den.

Den­noch sieht Trump Hand­lungs­be­darf. Er will die Ver­hand­lungs­macht der pri­va­ten An­bie­ter ge­gen­über den Phar­ma­kon­zer­nen stär­ken. Der Wett­be­werb un­ter den Arz­nei­mit­tel­her­stel­lern soll ver­stärkt wer­den, An­reiz­sys­te­me für tie­fe­re Lis­ten­prei­se ge­schaf­fen und der Selbst­be­halt für die Pa­ti­en­ten ge­senkt wer­den. Vor al­lem letz­te­res dürf­te den Phar­ma­kon­zer­nen in die Hän­de spie­len. Selbst­be­hal­te er­hö­hen das Kos­ten­be­wusst­sein der Pa­ti­en­ten.

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