Har­te Wäh­rung

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

Schwel­len­län­der­an­lei­hen in ei­ner har­ten Wäh­rung wie Dol­lar äh­neln von ih­rem Ri­si­ko­pro­fil her ei­nem Un­ter­neh­mens­bond. Für An­le­ger ist das Kre­dit­ri­si­ko ent­schei­dend, al­so ob der Schuld­ner die Bonds zur Fäl­lig­keit zu­rück­zah­len kann. Die­ses Ri­si­ko spielt für Staats­an­lei­hen in lo­ka­ler Wäh­rung kei­ne gros­se Rol­le: Hier kann der Staat ja sein ei­ge­nes Geld dru­cken – auf Kos­ten ei­ner schwä­che­ren Wäh­rung. Das Aus­fall­ri­si­ko wird meist dar­an be­mes­sen, wie hoch ein Land in Fremd­wäh­run­gen ver­schul­det ist und ob aus­rei­chend De­vi­sen­re­ser­ven für den Not­fall an­ge­sam­melt wur­den. Für die meis­ten Län­der sind sich die Gläu­bi­ger in der Re­gel re­la­tiv si­cher, dass es zur Rück­zah­lung kommt – die Angst vor dem Zah­lungs­aus­fall kommt meist plötz­lich. Für das Ri­si­ko wer­den An­le­ger des­halb kaum mit ei­ner hö­he­ren Ren­di­te ent­schä­digt. Die Angst vor ei­nem Aus­fall greift der­zeit in Ve­ne­zue­la um sich, des­sen fünf­jäh­ri­ge Dol­l­ar­bonds seit März 2017 die Hälf­te an Wert ver­lo­ren ha­ben.

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