Bör­se Schweiz

Schwer­ge­wich­te ge­ben nach

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - DO­MI­NI­QUE HU­BER

Die Schwei­zer Bör­se hat die Wo­che im Mi­nus be­en­det. Die po­si­ti­ve Ent­wick­lung des Ak­ti­en­mark­tes am letz­ten Han­dels­tag ver­moch­te die Kurs­ein­bus­sen von Mit­te Wo­che nicht zu kom­pen­sie­ren. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) ten­dier­te 4,2% schwä­cher und schloss auf 8660,4.

Mar­kan­te 39,5% hö­her spran­gen Ce­va. Die Lo­gis­tik­wer­te pro­fi­tie­ren von den Über­nah­mea­van­cen des dä­ni­schen Mit­be­wer­bers DSV. Die­ser of­fe­rier­te 27.75 Fr. je Ak­tie. Der Ver­wal­tungs­rat von Ce­va lehnt das An­ge­bot je­doch ab. Un­ter­stützt wird er da­bei von Gross­ak­tio­när CMA CGM, wel­cher nach ei­ner An­pas­sung des Ab­kom­mens sei­ne Be­tei­li­gung auf bis zu ei­nem Drit­tel der Stimm­rech­te er­hö­hen darf (vgl. Sei­te 11).

Schwer­ge­wich­te sin­ken

Die Schwer­ge­wich­te des SMI ver­lo­ren un­ter­schied­lich stark. Nest­lé (–2,5%) und No­var­tis (–3,3%) hiel­ten sich et­was über dem Ge­samt­markt, wäh­rend Ro­che deut­li­che­re 3,7% nach­ga­ben. No­var­tis pro­fi­tier­ten von der Bei­le­gung ei­nes Rechts­streits mit dem US-Phar­ma­un­ter­neh­men Ab­bVie. Die No­var­tis-Toch­ter San­doz er­hält von Ab­bVie ge­gen Be­zah­lung ei­ne nicht-ex­klu­si­ve Li­zenz für das Me­di­ka­ment Hu­m­i­ra.

Die die­ses Jahr stark ge­beu­tel­ten Gross­bank­ak­ti­en pro­fi­tier­ten am Frei­tag von ei­ner so­li­den Be­richts­vor­la­ge der US-Ban­ken JP Mor­gan Cha­se, Wells­far­go und Ci­ti­group. CS Group (–5,5%) und UBS (–6,2%) konn­ten ei­nen Teil ih­rer Ver­lus­te zum Wo­che­n­en­de hin wie­der auf­ho­len. Di­rek­te Rück­schlüs­se von ame­ri­ka­ni­schen auf eu­ro­päi­sche Ban­ken sind je­doch mit Un­si­cher­hei­ten ver­bun­den. Die Pa­pie­re der Pri­vat­bank Ju­li­us Bär schwäch­ten sich 7% ab.

Die Ak­ti­en des As­set-Ma­na­gers GAM (+8,2%) leg­ten dank Ge­rüch­ten über ei­ne mög­li­che Übernahme zu.

Das Seg­ment der Ver­si­che­rer konn­te sich dem Ab­wärts­sog eben­falls nicht ent­zie­hen. Swiss Life (–2,3%) no­tie­ren am obe­ren En­de, wäh­rend Ba­loi­se (–4,1%) und Swiss Re (–5,1%) am Ta­bel­len­en­de ste­hen. Für Letz­te­re hat die Hur­ri­kan­sai­son be­gon­nen.

Mar­kant zu­rück­ge­kom­men sind die Uh­ren­va­lo­ren Swatch Group (Inh. –8,4%) und Ri­che­mont (–7%) (vgl. Sei­te 13).

Ei­nen Ab­schlag er­lit­ten VAT (–11,8%) nach der Ein­füh­rung der Kurz­ar­beit (vgl. Sei­te 13). Die Tech­no­lo­gie­ti­tel AMS (–6%), Lo­gi­tech (–8,3%) und Te­me­nos (–11,3%) wur­den nach dem Kurs­sturz der Bran­chen­nach­barn in den USA eben­falls zu­rück­ge­wor­fen. AMS ver­bes­ser­ten sich am Frei­tag dank Spe­ku­la­tio­nen über ei­ne ver­tief­te Zu­sam­men­ar­beit und der mög­li­chen Übernahme der Sen­sor­spar­te durch App­le deut­lich.

Die Nah­rungs­mitt­ler konn­ten ih­re de­fen­si­ve Qua­li­tät aus­spie­len. Lindt & Sprüng­li (–0,9%) und Bar­ry Cal­le­baut (+0,7%) be­weg­ten sich seit­wärts. Em­mi (–3,4%) ten­dier­ten eben­falls fes­ter als der In­dex.

Die Pa­pie­re des Back­wa­ren­her­stel­lers Aryz­ta (–7,4%) stan­den un­ter Druck. Das Un­ter­neh­men hält an der ge­plan­ten Ka­pi­tal­er­hö­hung fest. Aus­ser­dem be­las­tet ein ne­ga­ti­ver Ana­lys­ten­kom­men­tar von Von­to­bel die Ak­ti­en. Die Be­wer­tung für die­sel­ben wur­de von «hal­ten» auf «re­du­zie­ren» ge­senkt. Das Kurs­ziel wur­de von 8 auf 7 Fr. nach un­ten kor­ri­giert.

Bos­sard we­nig ge­fragt

Nach dem Be­richt zum drit­ten Quar­tal ver­lo­ren Bos­sard 10,5%. Das Un­ter­neh­men lag zwar mit dem Re­sul­tat hin­ter den Er­war­tun­gen zu­rück, die Kurs­re­ak­ti­on fiel je­doch un­gleich stär­ker aus.

CPH Che­mie (–0,6%) und BB Bio­tech (–8,5%) prä­sen­tier­ten eben­falls ih­re Dritt­quar­tals­zah­len. Letz­te­res Be­tei­li­gungs­un­ter­neh­men er­wirt­schaf­te­te ei­nen Ge­winn von 242 Mio. Fr., imVer­gleich zu 365 Mio. Fr. im Vor­jahr. Ana­lys­ten von Ju­li­us Bär senk­ten die Be­wer­tung für die Ti­tel von «kau­fen» auf «hal­ten». Im Ge­gen­satz da­zu wur­den Vi­for Phar­ma (–9,9%) von Ju­li­us Bär von «ver­kau­fen» auf «hal­ten» hoch­ge­stuft.

Si­ka ver­lie­ren 10,4%. Das Un­ter­neh­men ex­pan­diert in Ka­sachs­tan mit zwei neu­en Pro­duk­ti­ons­stät­ten (vgl. Sei­te 13).

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