Trump wet­tert

Finanz und Wirtschaft - - MÄRKTE -

US­Prä­si­dent Do­nald Trump kann es nicht las­sen. Nach­dem die US­Ak­ti­en­märk­te zur Wo­chen­mit­te tauch­ten, gab er ge­gen­über der Pres­se der ame­ri­ka­ni­schen Zen­tral­bank die Schuld. Trump be­zeich­ne­te das Fed als «ver­rückt» und sag­te, dass er es ger­ne sä­he, wenn das Fed nicht so «ag­gres­siv» vor­ge­hen wür­de. Er sag­te aber, dass er den Fed­Chef Je­ro­me Po­well nicht feu­ern wer­de. Er sei ein­fach ent­täuscht. Wirt­schafts­be­ra­ter Lar­ry Kud­low nahm den Aus­sa­gen in ei­nem Fern­seh­in­ter­view da­nach die Bri­sanz. «Wir wis­sen, dass das Fe­deral Re­ser­ve un­ab­hän­gig ist», sag­te er. Und er­gänz­te: «Der Prä­si­dent gab dem

Fed kei­nen Be­fehl.»

Trump hat schon vor­her wie­der­holt die Geld­po­li­tik kri­ti­siert. Das Fed er­höht in sei­nen Au­gen die Zin­sen zu schnell. Prä­si­dia­le Kri­tik gab es in­des schon frü­her. Denn mit der Straf­fung ver­lang­samt das Fed das Wirt­schafts­wachs­tum. Das ist nicht im In­ter­es­se der Re­gie­rung. Zu­dem be­las­ten stei­gen­de Zin­sen Ak­ti­en. Wenn sich ein Prä­si­dent an den Ak­ti­en­märk­ten misst, ist das für ihn ein Pro­blem. Die Aus­sa­gen wer­den aber kaum et­was an der Geld­po­li­tik än­dern. Denn als sich das Fed in den Sech­zi­ger­jah­ren letzt­mals beug­te, ge­riet die In­fla­ti­on aus­ser Kon­trol­le. Das wol­len die Wäh­rungs­hü­ter ver­mei­den.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.