Mehr Geld vom Staat ge­for­dert

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Schweiz - (asc.)

Seit Jah­ren for­dern re­li­giö­se Min­der­hei­ten in der Schweiz, dass sich Bund und Kan­to­ne fi­nan­zi­ell stär­ker am Schutz ih­rer Ein­rich­tun­gen be­tei­li­gen. Der An­schlag auf ei­ne Sy­nago­ge in Pitts­burgh in den USA von En­de Ok­to­ber, bei dem ein An­ti­se­mit En­de Ok­to­ber elf Men­schen er­schos­sen hat­te, be­stärkt die jü­di­schen Or­ga­ni­sa­tio­nen im An­sin­nen.

80 Jah­re nach der «Kris­tall­nacht» vom 9. No­vem­ber stellt An­ti­se­mi­tis­mus nach wie vor ein aku­tes Pro­blem dar. Die Ge­fahr ter­ro­ris­ti­scher An­schlä­ge zwingt die jü­di­schen Ge­mein­den, viel Geld für den Schutz ih­rer Sy­nago­gen auf­zu­wen­den. Die ba­sel­städ­ti­sche Re­gie­rung be­an­trag­te des­halb kürz­lich dem Par­la­ment, mehr an die Si­cher­heits­kos­ten der jü­di­schen Ge­mein­de bei­zu­tra­gen. In al­len an­de­ren Kan­to­nen sei aber bis­her noch kei­ne Lö­sung für die De­ckung die­ser Aus­ga­ben ge­fun­den wor­den, sagt Jo­na­than Kreut­ner, Ge­ne­ral­se­kre­tär des Schwei­ze­ri­schen Is­rae­li­ti­schen Ge­mein­de­bunds. Der Bun­des­rat mach­te im Ju­li ei­nen Schritt: Er wil­lig­te ein, künf­tig ei­nen Teil der Si­cher­heits­kos­ten re­li­giö­ser Min­der­hei­ten zu über­neh­men. Die Kan­to­ne müs­sen sich pa­ri­tä­tisch be­tei­li­gen. Man sei nun auf gu­tem Weg, sagt Kreut­ner.

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