Kei­ne Stim­men für sich sel­ber

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Schweiz - (dli.)

Wer als Par­la­men­ta­ri­er für den Bun­des­rat kan­di­diert, hat im Ver­gleich zu ei­nem Kon­kur­ren­ten von aus­sen ei­nen Vor­teil: Er kann zu­erst in der Frak­ti­on und spä­ter auch in der Bun­des­ver­samm­lung für sich sel­ber stim­men. Die­se Un­gleich­heit möch­te die CVP nun teil­wei­se be­sei­ti­gen. Ih­re Fin­dungs­kom­mis­si­on wird vor­schla­gen, dass al­le Kan­di­da­ten in der Frak­ti­on auf ih­re Stim­me ver­zich­ten, al­so auch die Mit­glie­der Vio­la Am­herd, Pe­ter Hegg­lin und Eli­sa­beth Schnei­der-schnei­ter. Da­mit wol­le man Chan­cen­gleich­heit für die Be­wer­be­rin von aus­sen, die Ur­ner Re­gie­rungs­rä­tin Hei­di Z'grag­gen, her­stel­len, sagt Cvp­spre­cher Ma­nu­el Acker­mann. An­ders ist dies in der Fdp-frak­ti­on: Dort dür­fen Hans Wi­cki und Ka­rin Kel­ler-sut­ter bei der No­mi­na­ti­on mit­stim­men, wäh­rend der Schaff­hau­ser Re­gie­rungs­rat Chris­ti­an Ams­ler nur zu­schau­en kann. Ob die bei­den Stän­de­rä­te dies nut­zen wer­den, um sich sel­ber zu no­mi­nie­ren, las­sen sie mit Ver­weis auf das Wahl­ge­heim­nis of­fen.

Hegg­lin, Schnei­der-schnei­ter, Z’grag­gen, Am­herd (v. l.): die vier Cvp-kan­di­da­ten um Clau­de Long­champ (Mit­te). (Bern, 31. 10. 2018)

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