Mehr Trans­pa­renz bei Par­tei­spen­den

Stän­de­rats­kom­mis­si­on lässt Ge­gen­vor­schlag zu Initia­ti­ve prü­fen

Neue Zurcher Zeitung - - SCHWEIZ -

(sda) · Die Staats­po­li­ti­sche Kom­mis­si­on des Stän­de­rats (SPK) möch­te mehr Trans­pa­renz bei der Fi­nan­zie­rung von Par­tei­en und Ko­mi­tees. Sie hat aber Zwei­fel, ob die Trans­pa­renz-Initia­ti­ve die rich­ti­ge Lö­sung da­für. Des­halb denkt sie über ei­nen Ge­gen­vor­schlag nach. Die SPK hat die Ver­wal­tung be­auf­tragt, Mög­lich­kei­ten für ei­nen Ge­gen­vor­schlag zu prü­fen, wie die Par­la­ments­diens­te am Frei­tag mit­teil­ten. Der Ent­scheid fiel mit 5 zu 4 Stim­men.

Die Initia­ti­ve will Par­tei­en ver­pflich­ten, ih­re Rech­nung und die Her­kunft al­ler Spen­den über 10 000 Fran­ken of­fen­zu­le­gen. Auch Per­so­nen und Ko­mi­tees, die in ei­ner Kam­pa­gne mehr als 100 000 Fran­ken ein­set­zen, müss­ten Spen­den über 10 000 Fran­ken de­kla­rie­ren. Die An­nah­me an­ony­mer Spen­den wä­re ver­bo­ten. Die SPK be­fürch­tet, dass sich Spen­de­rin­nen und Spen­der zu­rück­zie­hen, wenn sie nicht mehr an­onym spen­den dür­fen. Zu­dem lies­sen sich die Vor­schrif­ten mög­li­cher­wei­se leicht um­ge­hen, in­dem Mit­tels­per­so­nen oder ju­ris­ti­sche Per­so­nen ein­ge­schal­tet wür­den.

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