Hans Wid­mer präg­te mit ra­di­ka­len Wohn­ide­en die 1980er Be­we­gung in Zü­rich – und teilt auch heu­te noch aus

Hans Wid­mer ali­as P. M. hat mit sei­nen ra­di­ka­len Wohn­ide­en die 1980er Be­we­gung in Zü­rich ge­prägt. Heu­te blickt er als be­sorg­ter Bür­ger auf die Stadt.

Neue Zurcher Zeitung - - ZÜRICH UND REGION - Von Da­ni­el Fritz­sche

So sieht al­so ein Phan­tom aus: klein, freund­lich, rund­li­ches Ge­sicht, schwar­zes Hemd, schwar­ze All­wet­ter­ja­cke, sta­bi­les Schuh­werk. Wir tref­fen Hans Wid­mer an der Tram­hal­te­stel­le Ör­li­k­er­hus bei der Gren­ze zwi­schen Zü­rich See­bach und Leut­schen­bach – ei­nem Un­ort mit vie­len kah­len Bü­ro­bau­ten und ei­ner lau­ten Stras­se. In der Hand hält der Au­tor ei­nen Plas­tik­sack, dar­in sein neu­es Werk «Die an­de­re Stadt». Wid­mer hat das di­cke Buch un­ter sei­nem ech­ten Na­men her­aus­ge­ge­ben – an­ders als sei­ne frü­hen Schrif­ten.

In den 1980er Jah­ren pu­bli­zier­te er un­ter dem Pseud­onym P. M., den häu­figs­ten Initia­len im Te­le­fon­buch. «Bo­lo’bo­lo» ist sei­ne be­kann­tes­te Schrift aus je­ner Zeit, ei­ne an­ar­chis­ti­sche, an­ti­ka­pi­ta­lis­ti­sche So­zi­aluto­pie, die in der al­ter­na­ti­ven Sze­ne wie ei­ne Bi­bel her­um­ge­reicht wur­de. P. M. war ein My­thos. Sei­ner Grund­idee ist der pen­sio­nier­te Leh­rer – auch nach sei­nem «Ou­ting» vor ein paar Jah­ren – treu ge­blie­ben: Städ­te und Wohn­for­men sol­len neu ge­dacht wer­den.

Herr Wid­mer, sind Sie ein Uto­pist? «Uto­pie» ist ein neo­li­be­ra­ler Kampf­be­griff. Ich bin ein be­sorg­ter Bür­ger, der Vor­schlä­ge macht.

Und im Ernst?

Vom Be­ruf her bin ich Phi­lo­lo­ge, ich be­fas­se mich mit der Spra­che. Und ich zeich­ne ger­ne. Ich ha­be si­cher schon zwan­zig hei­me­li­ge Nach­bar­schaf­ten für Zü­rich ent­wor­fen – ak­tu­ell ei­ne hier an der Thur­gau­er­stras­se. Mei­ne Her­aus­for­de­rung da­bei ist stets: Auch ein SVP­ler soll sich von mei­nen Zeich­nun­gen an­ge­spro­chen füh­len und am liebs­ten gleich ein­zie­hen wol­len. All die links­grü­nen «usu­al sus­pects» kann ich rasch über­zeu­gen, aber ich möch­te auch An­ders­den­ken­de ge­win­nen.

Wid­mer zieht ei­ne far­bi­ge Skiz­ze aus sei­nem Plas­tik­sack. Zu se­hen ist ein al­ter­na­ti­ver Vor­schlag für ei­ne Sied­lung auf dem Are­al Thur­gau­er­stras­se vis­à­vis der Tram­hal­te­stel­le. Die Stadt plant dort, auf ei­ner der letz­ten gros­sen Land­re­ser­ven Zü­richs, ei­ne Gross­über­bau­ung mit fünf Hoch­häu­sern und ins­ge­samt 700 Woh­nun­gen. Wid­mer fin­det sie gräss­lich. Statt­des­sen schlägt er drei huf­ei­sen­för­mi­ge Bau­ten mit sechs bis ma­xi­mal acht Stock­wer­ken vor, die be­ste­hen­de Häu­ser in­te­griert. In der Mit­te steht ein Schul­haus. Ei­ne Ri­al­to­ähn­li­che Brü­cke mit Street­Food­Häu­schen führt über die Thur­gau­er­stras­se in Rich­tung Leut­schen­bach­park. Wid­mer er­zählt von «ver­ti­ka­len Win­ter­gär­ten», von ei­ner «Yo­ga­Kup­pel», von ei­nem Kor­so, der quer durch die Sied­lung führt, und von In­nen­hö­fen mit Bäu­men und viel Grün. Was hal­ten Sie ge­ne­rell von der bau­li­chen Ent­wick­lung in Zü­rich?

Wenn man die Vi­si­on der 2000­Watt­Ge­sell­schaft wirk­lich ernst nimmt, dann dür­fen wir nicht län­ger so pla­nen, wie wir dies heu­te tun. Die Her­aus­for­de­run­gen sind gi­gan­tisch. Wir müs­sen in Zu­kunft zehn­mal we­ni­ger ver­brau­chen als bis an­hin. Das be­dingt, dass wir völ­lig an­ders le­ben als heu­te. Wir müs­sen dich­te, so­zi­al ver­netz­te Sied­lun­gen schaf­fen. Ech­te Nach­bar­schaf­ten! Sonst ge­hen wir an den öko­lo­gi­schen und öko­no­mi­schen Pro­ble­men zu­grun­de, die auf uns zu­rol­len.

Klingt ziem­lich düs­ter.

Nicht un­be­dingt. Der Kin­der­psy­cho­lo­ge Re­mo Lar­go hat ein in­ter­es­san­tes Buch ge­schrie­ben, «Das pas­sen­de Le­ben». Dar­in zeigt er schön auf, dass die Men­schen idea­ler­wei­se in eng ver­wo­be­nen Nach­bar­schaf­ten mit et­wa 350 Per­so­nen auf­wach­sen soll­ten. Das ist ge­nau das, was ich vor­schla­ge. Die Stadt soll­te für die Men­schen da sein – nicht um­ge­kehrt.

Das klingt stark idea­lis­tisch. Im Jahr 1968 wa­ren Sie knapp zwan­zig Jah­re alt. Sind Sie ein Kind je­ner Zeit?

Gott be­wah­re! Ich bin kein Alt­68er, eher ein An­ti­68er. Da­mals ist gar nichts We­sent­li­ches pas­siert. In­ter­es­sant wur­de es erst in den 1980er und 1990er Jah­ren, als es dar­um ging, Din­ge um­zu­set­zen und nicht nur net­te Vi­sio­nen zu ent­wi­ckeln und wil­de Fri­su­ren zu tra­gen.

Die Leu­te, die Sie mit Ih­ren Ide­en in den 1980er Jah­ren an­steck­ten, sind heu­te an den Schalt­he­beln der Macht. Ihr Kol­le­ge Richard Wolff (al.) ist Stadt­rat. Trotz­dem se­hen Sie Ih­re Idea­le in Zü­rich nicht ver­wirk­licht – auch nach dreis­sig Jah­ren rot-grü­ner Re­gie­rung?

Nein, ab­so­lut nicht. Die Po­li­ti­ker re­gie­ren nicht, sie de­ko­rie­ren.

Wie mei­nen Sie das?

Sie de­ko­rie­ren den glei­chen, al­ten, bru­ta­len Ka­pi­ta­lis­mus wie seit je – neu ein­fach mit rot­grü­nen Fähn­chen. Das Sa­gen in Zü­rich und auf der gan­zen Welt ha­ben im­mer noch die Gross­kon­zer­ne.

Ge­ra­de auf die Wohn­po­li­tik in Zü­rich be­zo­gen, kön­nen Sie dies doch nicht ernst­haft be­haup­ten. An je­der Ecke ste­hen heu­te Ge­nos­sen­schafts­sied­lun­gen in Ih­rem Sinn und Geist: Kalk­brei­te, Mehr als Woh­nen, Kraft­werk und so wei­ter.

Das sind al­les al­te Freun­de von mir. Aber hier spre­chen wir von win­zi­gen lo­ka­len Aus­nah­men. Bau­ge­nos­sen­schaf­ten sind schweiz­weit ge­se­hen Aus­lauf­mo­del­le – lei­der. Am meis­ten ge­baut wer­den Ein­fa­mi­li­en­häu­ser.

In Zü­rich wer­den Ge­nos­sen­schaf­ten aber ak­tiv ge­för­dert – et­wa durch das so­ge­nann­te Drit­tels­ziel, wo­nach bis 2050 ein Drit­tel al­ler Woh­nun­gen ge­mein­nüt­zig ver­mie­tet wer­den soll.

Ja, aber hier spre­chen wir nur von Woh­nun­gen, von «Chün­ge­li­s­täl­len» im schlech­tes­ten Fall. Da­mit ist nicht ge­sagt, wie die Leu­te un­ter­ein­an­der agie­ren. Die­ser Punkt ist mir viel wich­ti­ger als ei­ne kal­te Zahl, die ir­gend­wo auf ei­nem Pa­pier fest­ge­schrie­ben wur­de. Na­tür­lich kann das Drit­tels­ziel hel­fen, da­mit mehr ge­mein­nüt­zi­ge Woh­nun­gen ent­ste­hen und nicht noch mehr Bü­ros, von de­nen es in Zü­rich schon viel zu vie­le gibt.

Wir spa­zie­ren in Rich­tung Glatt­park, der auf Op­fi­ker Ge­mein­de­ge­biet liegt. Seit der Jahr­tau­send­wen­de wer­den hier Wohn­blö­cke aus dem Bo­den ge­stampft – für ins­ge­samt 7000 neue Be­woh­ner. Wid­mer schaut ver­ächt­lich auf die aus­tausch­ba­ren Fas­sa­den. Hier kommt so ziem­lich al­les zu­sam­men, wo­ge­gen sich der Au­tor sträubt. Ein Ve­lo rauscht vor­bei. «Was für ein un­phi­lo­so­phi­sches Ge­fährt!», ruft Wid­mer in brei­tem Thur­gau­er­di­alekt. In sei­nen Nach­bar­schaf­ten wä­re al­les be­quem zu Fuss er­reich­bar.

Sie sind kein gros­ser Freund des Wachs­tums, Herr Wid­mer, stimmt’s? Wachs­tum ist nicht kom­pa­ti­bel mit den öko­no­mi­schen und öko­lo­gi­schen Her­aus­for­de­run­gen, die sich uns stel­len. Statt zu wach­sen, soll­ten wir schrump­fen. Ich schla­ge ei­ne Welt von 4500 öko­lo­gisch und so­zi­al op­ti­mier­ten Gross­städ­ten vor. Agglo­me­ra­tio­nen und sub­ur­ba­ne Schlaf­sied­lun­gen dürf­ten nicht aus­ge­baut wer­den. Am bes­ten wür­den sie ab­ge­ris­sen. Die Leu­te sol­len in die Stadt zu­rück­kom­men.

Den Glatt­park hier wür­den Sie al­so am liebs­ten platt wal­zen?

Das ist das Schö­ne dar­an, wenn man falsch baut: Man kann auch im­mer wie­der al­les rück­gän­gig ma­chen. Den Glatt­park könn­te man durch Um­ und Er­gän­zungs­bau­ten viel­leicht zu et­was Ge­müt­li­che­rem um­ge­stal­ten.

Mit Ih­rer Wachs­tums­kri­tik be­ge­ben Sie sich in ei­ne schwie­ri­ge Ecke, zu­sam­men mit Leu­ten, die et­wa die Eco­pop-Initia-

ti­ve un­ter­stütz­ten und die Ein­wan­de­rung be­gren­zen wol­len.

Wir müs­sen nicht die Gren­zen dicht­ma­chen. Grund für die An­zie­hungs­kraft von Zü­rich und der Schweiz sind un­se­re Wirt­schafts­ka­pi­tä­ne, die nach Ar­beits­kräf­ten lech­zen. Heu­te wird viel Be­schäf­ti­gung ge­schaf­fen für Din­ge, die mei­nes Erach­tens un­nö­tig sind. Wenn wir deut­lich we­ni­ger ver­brau­chen und pro­du­zie­ren wür­den, wür­den auch we­ni­ger Leu­te zu uns kom­men. In der Zwi­schen­zeit wer­den wir wei­ter Pro­ble­me ha­ben; das lässt sich kaum ver­hin­dern. Dass man in die­ser Zeit die Zu­wan­de­rung zu steu­ern ver­sucht, kann ich zu­min­dest nach­voll­zie­hen. Aber hier geht es nur um Sym­ptom­be­kämp­fung.

Die Stadt Zü­rich er­war­tet 100 000 neue Ein­woh­ner bis ins Jahr 2040. Wo sol­len all die­se Leu­te woh­nen?

Zü­rich hat­te schon ein­mal knapp ei­ne hal­be Mil­li­on Ein­woh­ner mit viel we­ni­ger Woh­nun­gen als heu­te. Das Pro­blem ist der gros­se Flä­chen­ver­brauch. 25 Qua­drat­me­ter pro Per­son rei­chen völ­lig aus – wenn man sich da­für im Erd­ge­schoss aus­brei­ten kann und ei­nen ge­wis­sen Lu­xus hat. Die Leu­te ge­hen an Or­te in die Fe­ri­en, wo die Zim­mer klein, aber die Ge­mein­schafts­flä­chen gross sind. Dar­an soll­ten wir uns ori­en­tie­ren. Ich sa­ge im­mer: Wir müs­sen in Vier­ster­ne­ho­tels le­ben, um die Welt zu ret­ten. Es hat doch kei­nen Sinn, ein Ho­me-En­ter­tain­ment-Sys­tem für sich al­lei­ne zu­sam­men­zu­stel­len, wenn man in ei­ner Nach­bar­schaft viel tol­le­re Räu­me zur Ver­fü­gung hat.

Schlies­sen Sie es denn völ­lig aus, dass es Leu­te gibt, die an ih­rem Ho­me-En­ter­tain­ment-Sys­tem Freu­de ha­ben und auf Ih­re Ge­mein­schafts­räu­me pfei­fen?

Es gibt auch Leu­te, die zwei Au­tos ha­ben und übers Wo­che­n­en­de nach Lon­don jet­ten. Aber die­sen Leu­ten ist un­ser Pla­net schlicht egal.

Sie wol­len po­si­ti­ve An­rei­ze schaf­fen für Ihr Nach­bar­schafts­mo­dell.

Wenn Sie so wol­len, ja. Je­de Nach­bar­schaft in Zü­rich – nach mei­nen Be­rech­nun­gen wä­ren es ins­ge­samt 700 – könn­te sich ei­nen Rolls-Roy­ce leis­ten und die­sen ge­mein­sam nut­zen, so­fern sie dies möch­te.

Ei­ne Lu­xus­ka­ros­se in der Ge­nos­sen­schafts­sied­lung?

Wie­so nicht? Ein Rolls-Roy­ce hält 500 Jah­re lang, et­was Öko­lo­gi­sche­res gibt es fast nicht. Ein Nor­mal­sterb­li­cher kann sich ein sol­ches Au­to nicht leis­ten, zu­sam­men mit an­de­ren aber schon. Das kommt bil­li­ger als 200 Da­ci­as. In je­der Nach­bar­schaft gibt es aus­ser­dem ei­nen Swim­ming­pool, min­des­tens ein Re­stau­rant, ein Mi­kro­zen­trum mit Loun­ges. Die­se Ge­mein­schafts­räu­me müs­sen die lu­xu­riö­ses­ten sein in der gan­zen Sied­lung. Die Woh­nun­gen hin­ge­gen soll­ten eher be­schei­den sein. Dort schläft man ja nur.

Wenn man Ih­re Schrif­ten liest, er­hält man den Ein­druck, Sie woll­ten klei­ne Dör­fer in die Stadt pflan­zen. Das ist doch ei­ne zu­tiefst an­ti­ur­ba­ne Hal­tung. Das be­strei­te ich ve­he­ment. Mein Ide­al sind die Ses­tie­ri, die al­ten Stadt­tei­le von Ve­ne­dig, oder die Bor­ghi in Sie­na. Sie sind be­schau­lich, nied­lich und trotz­dem sehr dicht, durch­läs­sig und städ­tisch – wie et­wa auch die Block­rand­sied­lun­gen in den Zürcher Krei­sen 3 und 4, die heu­te so be­gehrt sind.

Ein Graus muss für Sie ei­ne Über­bau­ung wie die Eu­ro­paal­lee am Haupt­bahn­hof sein.

Die Eu­ro­paal­lee ist kom­plett für die

Füch­se.

Aber ge­nau dort spürt man doch, dass Zü­rich ei­ne Gross­stadt ist.

Ich er­ken­ne kei­ner­lei ur­ba­ne Qua­li­tät. Na­tür­lich braucht es auch in ei­ner idea­len Gross­stadt, wie ich sie mir vor­stel­le, ein Zen­trum wie zum Bei­spiel heu­te der Pa­ra­de­platz, wo ge­klotzt und nicht ge­wohnt wird. Was es für Ur­ba­ni­tät mei­nes Erach­tens tat­säch­lich nicht braucht, sind Hoch­häu­ser. In Pa­ris, der dich­tes­ten Gross­stadt Eu­ro­pas, gibt es im Zen­trum kein Ge­bäu­de mit mehr als sechs Stock­wer­ken.

Zur­zeit wird in Zü­rich über zwei Hoch­häu­ser auf dem Hard­turm-Are­al ge­strit­ten. Sie wä­ren mit je 137 Me­tern die höchs­ten der Stadt.

Ich ha­be sel­ber fünf Jah­re mei­nes Le­bens im zwölf­ten Stock ei­nes Hoch­hau­ses ver­bracht, da­mals noch im Thur­gau. Es war üb­ri­gens das ers­te Hoch­haus im Kan­ton, ge­baut von der Ge­nos­sen­schaft mei­nes Va­ters. Er war Bähn­ler, ein klas­si­scher Pro­let. Das Pro­blem war: Ich kam mit den an­de­ren Be­woh­nern fast nie in Kon­takt. Das ist der gros­se Nach­teil von Hoch­häu­sern. Dar­um wür­de ich ge­ne­rell da­von ab­ra­ten.

Wie de­fi­nie­ren Sie denn «ur­ban»?

Um es mit ei­ner Zahl aus­zu­drü­cken: Ur­ban ist ei­ne Stadt, wenn sie ei­ne Aus­nüt­zungs­zif­fer von 2 hat. Und um es qua­li­ta­tiv zu sa­gen: In ei­ner Stadt geht es dar­um, dass vie­le Leu­te auf en­gem Raum zu­sam­men­le­ben und ge­mein­sam et­was ent­wi­ckeln – sei­en es Schu­he oder Ge­dan­ken. Vor al­lem der zwei­te Teil der Ant­wort ist wich­tig.

Der Rund­gang durch das Wachs­tums­quar­tier ist zu En­de. Hans Wid­mer ist nicht mü­de; er könn­te noch stun­den­lang wei­ter­spre­chen. Als Nächs­tes will er ge­mein­sam mit An­woh­nern des Are­als Thur­gau­er­stras­se den Wi­der­stand ge­gen das von der Stadt ge­plan­te Bau­pro­jekt vor­an­trei­ben – auch wenn die Aus­sich­ten auf Er­folg klein sind. Nächs­tes Jahr wird das Par­la­ment dar­über ent­schei­den.

Hans Wid­mer ali­as P. M. ver­folgt die Dis­kus­si­on auf­merk­sam. So leicht gibt sich der «be­sorg­te Bür­ger» auch heu­te nicht ge­schla­gen.

«Ein Rolls-Roy­ce hält 500 Jah­re lang, et­was Öko­lo­gi­sche­res gibt es fast nicht.»

Hans Wid­mer hat für die Thur­gau­er­stras­se ei­ne «hei­me­li­ge Nach­bar­schaft» ent­wor­fen.

GORAN BA­SIC / NZZ

Hans Wid­mer im Glatt­park in Op­fi­kon: Hier kommt so ziem­lich al­les zu­sam­men, wo­ge­gen sich der Au­tor sträubt.

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