Face­book löscht 14 Mil­lio­nen Bei­trä­ge

Kon­zern geht ge­gen ex­tre­mis­ti­sche In­hal­te und Fa­ke-News vor

Neue Zurcher Zeitung - - PANORAMA - JO­CHEN SIEGLE

Face­book kämpft wei­ter ge­gen Fa­keNews und ver­sucht die Ver­brei­tung von Ter­ror- oder Hass­bot­schaf­ten zu un­ter­bin­den. In die­sem Jahr hat das In­ter­ne­tUn­ter­neh­men ge­mäss ei­ge­nen An­ga­ben im Zei­t­raum bis Sep­tem­ber 14 Mil­lio­nen Bei­trä­ge mit ter­ro­ris­ti­schem In­halt von der Platt­form ent­fernt.

Das Sys­tem des Netz­wer­kes wur­de durch ma­schi­nel­les Ler­nen dar­auf ge­trimmt, In­hal­te mit Auf­ru­fen zur Ge­walt und Be­zug zu Ter­ror­or­ga­ni­sa­tio­nen wie dem «Is­la­mi­schen Staat» (IS) und al-Kai­da früh­zei­tig auf­zu­spü­ren. Laut Face­book wur­den 99 Pro­zent der ge­lösch­ten In­hal­te be­sei­tigt, be­vor sie ge­mel­det wur­den. Wür­den die Al­go­rith­men auf In­hal­te stos­sen, die mit sehr gros­ser Wahr­schein­lich­keit ei­nen ter­ro­ris­ti­schen Be­zug ha­ben, wür­den Posts in man­chen Fäl­len oh­ne Über­prü­fung au­to­ma­tisch ge­löscht, so Face­book. Die meis­ten Bei­trä­ge sol­len je­doch vor­ab von ei­nem dar­auf an­ge­setz­ten Mit­ar­bei­ter über­prüft wer­den.

Die Such- und Fil­ter-Al­go­rith­men kön­nen mitt­ler­wei­le in 19 Spra­chen ver­däch­ti­ge Text­bei­trä­ge aus­fin­dig ma­chen. Das Un­ter­neh­men setzt aus­ser­dem Au­dio-, Vi­deo- und Bil­der­ken­nungs­tech­ni­ken ein. Ter­ro­ris­ti­sche In­hal­te wer­den mit­hil­fe von «Ha­shing»-Tech­no­lo­gie di­gi­tal ge­kenn­zeich­net und kön­nen da­mit zum Fin­den von Du­pli­ka­ten auch auf an­de­ren Platt­for­men ein­ge­setzt wer­den.

Face­book teilt sei­ne ge­ne­rier­ten «hashs» mit an­de­ren Tech-Un­ter­neh­men wie Twit­ter, Youtube oder Mi­cro­soft, mit de­nen das So­ci­al Net­work über das Glo­bal In­ter­net Fo­rum to Coun­ter Ter­ro­rism (GIFCT) zu­sam­men­ar­bei­tet.

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