Tier­heim

Ge­sucht: Ein neu­er Platz

Schweizer Familie - - INHALT - — Text Su­san­ne Ro­then­ba­cher Fo­tos Alex Bu­schor

Hap­py

Eu­ro­päi­sche Haus­kat­ze Weib­lich, kas­triert Ca. 4 Jah­re

HAP­PY wur­de mit fünf knapp zwei Wo­chen al­ten Jun­gen im Tier­heim ab­ge­ge­ben. Die­sen ist sie ei­ne vor­bild­li­che Mut­ter. Bis Mit­te Ju­li wird sie noch für ih­re Kin­der­schar da sein müs­sen, dann wer­den die Klei­nen plat­ziert. Und dann kann auch Hap­py zu neu­en Ufern auf­bre­chen. Hap­pys zar­te Pos­tur täuscht. Sie be­sitzt ein ro­bus­tes Ner­ven­kos­tüm und wür­de sich auch bei ei­ner Fa­mi­lie mit Kin­dern wohl­füh­len. Vor al­lem schätzt sie Schmu­se­stun­den und lässt so­fort ein lau­tes Schnur­ren hö­ren, wenn sie ge­krault wird. Hap­py muss nach draus­sen kön­nen, an­de­re Kat­zen und Hun­de soll­ten hin­ge­gen nicht im sel­ben Haus le­ben.

Lu­ke

Misch­ling Männ­lich 3 Jah­re

LU­KE braucht lan­ge, um Ver­trau­en zu fas­sen. Hat er je­doch den rich­ti­gen Men­schen ge­fun­den, ver­schreibt er sich die­sem mit Haut und Haar. Kla­re An­wei­sun­gen sind das A und O im Um­gang mit dem sen­si­blen Rü­den. Da­bei muss man nicht bei null an­fan­gen. Sei­ne bis­he­ri­ge Be­sit­ze­rin hat sich Mü­he ge­ge­ben, Lu­ke zu er­zie­hen. Weil sie nun Mut­ter wird, fühlt sie sich über­for­dert. Für Lu­ke, der Kat­zen ak­zep­tiert, wä­re es toll, wenn je­mand mit ihm sei­ne Un­si­cher­hei­ten an­ge­hen wür­de und er auf spie­le­ri­sche Art noch viel Neu­es ler­nen dürf­te.

Cher­ry & Chi­chi

Chin­chil­la Weib­lich 7 und 8 Jah­re

CHER­RY UND CHI­CHI sind ein gut ein­ge­spiel­tes Team. Das Pär­chen war­tet schon lan­ge auf ein gu­tes Zu­hau­se. Chin­chil­las ha­ben ei­nen gros­sen Be­we­gungs­drang, sie müs­sen klet­tern und sprin­gen kön­nen. Des­halb brau­chen sie viel Platz. Ein gros­ses, mehr­stö­cki­ges Ge­he­ge, ab­wechs­lungs­reich ein­ge­rich­tet, ist das Min­des­te, was den bei­den ge­bo­ten wer­den muss. Chin­chil­las sind Beu­te­tie­re, als sol­che blei­ben vie­le von ih­nen scheu und vor­sich­tig. Nicht so Chi­chi und Cher­ry: Die bei­den sind sehr un­ter­neh­mungs­lus­tig und neu­gie­rig. Trotz­dem mö­gen sie es nicht, her­um­ge­tra­gen zu wer­den.

Craig

Misch­ling Männ­lich, kas­triert 3 Jah­re

CRAIG ist ein rich­ti­ger Spring­ins­feld, im­mer ak­tiv, im­mer in Be­we­gung, im­mer al­le An­ten­nen nach aussen ge­rich­tet. Er über­nimmt schnell die Stim­mung sei­ner Um­ge­bung. Ein tur­bu­len­ter Haus­halt ist des­halb nicht der rich­ti­ge Ort für ihn. Craig ist dar­auf an­ge­wie­sen, dass ihm sei­ne Men­schen Halt ge­ben. Die­sen hat er ver­lo­ren, als sich sei­ne Be­sit­zer trenn­ten. Ob­wohl Craig durch­aus mal ei­ne St­un­de al­lei­ne sein kann, braucht er viel Auf­merk­sam­keit und muss vor al­lem geis­tig ge­for­dert wer­den. Ein­fach drei­mal pro Tag ei­ne St­un­de spa­zie­ren zu ge­hen, ge­nügt nicht, um die­ses Ener­gie­bün­del aus­zu­las­ten.

Ja­ka­ri, Ka­ro­li & Rai­ki

Dia­mant­py­thon-hy­bri­den Männ­lich und weib­lich, 2 Jah­re

JA­KA­RI, KA­RO­LI UND RAI­KI tei­len sich ein Ter­ra­ri­um. Al­le drei Schlan­gen stam­men aus dem­sel­ben Wurf, sind aber un­ter­schied­lich gross. Sie wur­den nicht sach­kun­dig ge­hal­ten und ha­ben sich un­gleich ent­wi­ckelt. Im Tier­heim an­ge­kom­men, dau­er­te es ei­ne gan­ze Wo­che, bis die of­fen­kun­dig hung­ri­gen Tie­re Fut­ter an­nah­men. Die drei sind ei­ne Kreu­zung von zwei Ar­ten: Dia­mant­py­thon und Jung­le Tep­pich­py­thon. Ja­ka­ri, Ka­ro­li und Rai­ki wer­den grund­sätz­lich nur an Schlan­gen­ken­ner ab­ge­ge­ben, die ein art­ge­recht ein­ge­rich­te­tes Ter­ra­ri­um vor­wei­sen kön­nen.

Frida

Deut­scher Schä­fer­hund Weib­lich, kas­triert 2 Jah­re

FRIDA scheint zu wis­sen, dass auf sie ein neu­es, schö­ne­res Le­ben war­tet. Das Tier­heim Stru­be­li hat die aus­ser­or­dent­lich sanf­te Hün­din von ei­ner Part­ner­in­sti­tu­ti­on in Ita­li­en über­nom­men. Of­fen­bar wur­de Frida bis­lang mehr­heit­lich im Gar­ten an­ge­bun­den ge­hal­ten. Kör­per­lich hat das Spu­ren hin­ter­las­sen. Mus­keln be­sitzt Frida fast kei­ne, auch be­steht der Ver­dacht, dass sie an ei­ner Hüft­ge­lenks­dys­pla­sie lei­det. Das al­les küm­mert Frida nicht. Sie rennt her­um und spielt mit den an­dern Hun­den im Tier­heim; sie ist neu­gie­rig, will ler­nen und ge­fal­len, vor al­lem aber will sie an­er­kannt und ge­liebt wer­den.

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