AU­TOR VON WELTRUF

PE­TER STAMM IM FEUERSTELLEN-GE­SPRÄCH

Schweizer Familie - - VORDERSEITE - — In­ter­view Tho­mas Wid­mer Fo­tos Re­né Ru­is

Herr Stamm, Sie ha­ben für die­ses Ge­spräch die Feu­er­stel­le am Gang­ge­li­s­teg ge­wählt, der von Bussnang über die Thur nach Wein­fel­den führt. War­um die­ser Ort?

In mei­nem neu­en Ro­man «Die sanf­te Gleich­gül­tig­keit der Welt» spielt der Steg ei­ne wich­ti­ge Rol­le.

Ei­nen Na­men trägt der Gang­ge­li­s­teg im Buch aber nicht.

Fast al­le Or­te in mei­nen Bü­chern gibt es wirk­lich. Aber nicht im­mer ver­ra­te ich, wo man sie fin­det.

Kön­nen Sie für die Le­ser er­klä­ren, was in Ih­rem Buch am Steg pas­siert?

Im Ro­man bricht ein al­ter Mann an ei­nem sol­chen Steg zu­sam­men. Da­hin­ter steht ei­ge­nes Er­le­ben: Vor fast vier­zig Jah­ren fand ich an ei­nem Win­ter­mor­gen beim Gang­ge­li­s­teg ei­nen al­ten Mann. Er lag hilf­los im Schnee. Ich brach­te ihn zu­rück ins Al­ters­heim.

Der Gang­ge­li­s­teg ist al­so Teil Ih­rer Ju­gend.

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