Miss­tö­ne vor der Fei­er zum En­de des Ers­ten Welt­kriegs

Do­nald Trump sorgt in Pa­ris für Ir­ri­ta­tio­nen

SonntagsZeitung - - INTERNATIONAL -

Pa­ris Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron und die deut­sche Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel sind ges­tern in der Nä­he von Com­pièg­ne zu­sam­men­ge­kom­men, um ge­mein­sam des En­des des Ers­ten Welt­kriegs vor 100 Jah­ren zu ge­den­ken. Na­he der nord­fran­zö­si­schen Stadt wur­de am 11. No­vem­ber 1918 der Waf­fen­still­stand in ei­nem um­ge­bau­ten Spei­se­wa­gen un­ter­schrie­ben. Der Ers­te Welt­krieg gilt man­chen His­to­ri­kern als «Ur­ka­ta­stro­phe» des 20. Jahr­hun­derts. Fast 9 Mil­lio­nen Sol­da­ten und mehr als 6 Mil­lio­nen Zi­vi­lis­ten star­ben.

Für die­ses Wo­che­n­en­de hat Ma­cron ins­ge­samt rund 70 Staats- und Re­gie­rungs­chefs nach Pa­ris ein­ge­la­den, dar­un­ter Wla­di­mir Pu­tin, Do­nald Trump und Re­cep Tay­yip Er­do­gan. Für heu­te ist im Bei­sein der Staats- und Re­gie­rungs­chefs ei­ne gros­se Ge­denk­ze­re­mo­nie am Pa­ri­ser Tri­umph­bo­gen ge­plant.

Es gab aber auch Miss­tö­ne. Ma­cron hat­te ges­tern Vor­mit­tag Do­nald Trump zu ei­nem Vier­au­gen­ge­spräch in Pa­ris ge­trof­fen. Vor dem Tref­fen sorg­te ein Tweet des Us-prä­si­den­ten für Ir­ri­ta­ti­on. Da­rin hat­te er Ma­crons Vor­schlag für ei­ne eu­ro­päi­sche Ar­mee als ei­nen Schritt ge­gen die USA in­ter­pre­tiert und als «sehr be­lei­di­gend» kri­ti­siert. Von fran­zö­si­scher Re­gie­rungs­sei­te war spä­ter von ei­nem «Miss­ver­ständ­nis» die Re­de, das aus­ge­räumt sei. Ma­cron äus­ser­te Ver­ständ­nis für Trumps Hal­tung. Auch er wol­le, dass Eu­ro­pa mehr für die Ver­tei­di­gung im Rah­men der Na­to aus­ge­be, sag­te er.

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