Sp­uh­ler si­chert sich ein Schnäpp­chen in St. Mo­ritz

SonntagsZeitung - - WIRTSCHAFT - St. Mo­ritz Ro­man Sei­ler

Der Pa­tron von Stad­ler Rail hat sich im En­ga­di­ner No­bel­kur­ort ein Cha­let ge­kauft. Er pro­fi­tiert vom Über­schuss bei Zweit­wohn­sit­zen

End­spurt beim Um­bau: Weih­nach­ten will Pe­ter Sp­uh­ler mit sei­ner Fa­mi­lie erst­mals in sei­nem neu­en Cha­let in St. Mo­ritz fei­ern. Es be­fin­det sich un­weit vom Zen­trum des mon­dä­nen Ku­r­orts und be­sticht durch ei­ne un­ver­bau­ba­re Aus­sicht auf den St. Mo­rit­zer­see. Min­des­tens 15 Mil­lio­nen Fran­ken hat der Pa­tron des Schie­nen­fahr­zeug-her­stel­lers Stad­ler Rail in sein Fe­ri­en­do­mi­zil ge­steckt. Er sagt da­zu nur, es sei «ein Schnäpp­chen» ge­we­sen. Bis 40 Ob­jek­te ha­be er sich zu­sam­men mit sei­ner Frau Da­nie­la in den letz­ten vier Jah­ren an­ge­se­hen und fest­ge­stellt: «Es sind vie­le güns­ti­ge An­ge­bo­te auf dem Markt.» Vie­le Er­ben be­nö­tig­ten Geld und trenn­ten sich von ih­ren Lie­gen­schaf­ten.

Sp­uh­lers Aus­sa­ge be­stä­tigt, was die Sonn­tags­zei­tung vor ei­ner Wo­che be­rich­te­te. Mehr als 9000 Be­sit­zer wol­len ih­ren Zweit­wohn­sitz in tou­ris­ti­schen Ge­mein­den der Schweiz ab­stos­sen. Ge­gen 10 Pro­zent da­von be­fin­den sich im Obe­r­en­ga­din. In­ter­es­sen­ten gibt es. Aber sie schla­gen meist erst zu, wenn sich der Ver­käu­fer von sei­nem Wunsch­preis ver­ab­schie­det.

Das soll auch bei Sp­uh­lers Haus so ge­we­sen sein. Ver­kauft hat es Va­nes­sa von Opel, Nach­fah­rin der Grün­der des gleich­na­mi­gen Au­to­her­stel­lers. Ver­ab­schie­det von St. Mo­ritz ha­ben sich die En­kel des Grün­ders des Flug­zeug-war­tungs­un­ter­neh­mens Jet Avia­ti­on, Carl W. Hir­sch­mann. Sie ver­kauf­ten 2017 ihr Haus dem deut­schen It-mil­li­ar­där Ralph Dom­mer­muth.

Trotz Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel: Nach wie vor be­hal­ten ver­mö­gen­de Schwei­zer ih­re Fe­ri­en­re­si­den­zen im En­ga­din. Da­zu zäh­len un­ter an­de­ren der In­dus­tri­el­le Micha­el Pie­per oder der Im­mo­bi­li­en­in­ves­tor Urs Schwar­zen­bach. Er er­hält mit Pe­ter Sp­uh­ler ei­nen neu­en Nach­barn. Bis­her mie­te­te der In­dus­tri­el­le im Kulm Ho­tel ei­ne Woh­nung. Da er nun in ein Al­ter kom­me, in dem er über mehr Frei­zeit ver­fü­ge, leis­te er sich ein Haus im En­ga­din. Er kennt die Re­gi­on seit sei­ner Kind­heit. Sein Va­ter ha­be im 5-Stern-ho­tel Su­vret­ta Hou­se als Koch ge­ar­bei­tet. Im Mi­li­tär, so Sp­uh­ler, ha­be er als Kom­man­dant ei­ner Bünd­ner Gre­na­dier-kom­pa­nie je­den Berg im En­ga­din be­stie­gen. «St. Mo­ritz ist für mich ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit.» Er hei­ra­te­te dort auch sei­ne Frau Da­nie­la.

Fo­to: Keystone

In St. Mo­ritz kommt es zum Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel: Vie­le Nach­fah­ren wol­len er­erb­te Lie­gen­schaf­ten los­wer­den

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