All­zeit be­reit für den Grill

In Hö­ri und Em­brach gibt es Steaks, Spiess­li und Pou­let­brüst­li aus dem Au­to­ma­ten.

Zürcher Unterländer - - Vorderseite - Mar­lies Reu­ti­mann

Es sei ganz ein­fach, er­klärt Co­ni Bän­nin­ger. Die Bäue­rin und Ge­flü­gel­pro­du­zen­tin vom Em­bra­cher Be­trieb Sun­ne­rai zeigt, wie der Selbst­be­die­nungs­au­to­mat funk­tio­niert. «Der Kun­de wählt das Pro­dukt aus, be­zahlt mit Bar­geld, mit Kre­dit­kar­te oder Ma­e­s­tro-Kon­takt­los­be­zah­lung den er­for­der­li­chen Be­trag, und schon lässt sich das Se­sam-öff­ne-dich auf­schie­ben.» Da­nach hat der Kun­de ei­ni­ge Se­kun­den Zeit, um das Pro­dukt aus dem Fach zu neh­men. Seit gut ei­ner Wo­che ste­hen zwei Au­to­ma­ten mit den Ge­flü­gel­pro­duk­ten der Em­bra­cher Fa­mi­lie beim Top-Shop in Hö­ri und der Lan­di in Em­brach.

Aus­schliess­lich Pou­let­und Tru­ten­fleisch

Heu­te schei­nen die Men­schen in ei­ner 24-St­un­den-Ge­sell­schaft zu le­ben, und sie er­war­ten, dass prak­tisch al­les je­der­zeit ver­füg­bar ist. Da­zu ge­hört auch das oft ge­äus­ser­te Be­dürf­nis, nach La­den­schluss schnell noch et­was Fri­sches ein­kau­fen zu kön­nen. «Wir muss­ten uns über­le­gen, wie wir als re­gio­na­le Pro­du­zen­ten die­sem Kun­den­wunsch ent­spre­chen, und fan­den die­se Mög­lich­keit», sagt Ruth Bän­nin­ger. Das No­vum ist, dass die Bän­nin­gers aus­schliess­lich auf hie­si­ges Pou­let­und Tru­ten­fleisch set­zen. Pou­let­fleisch sei bei den Kon­su­men­ten nach wie vor be­liebt, sagt die Bäue­rin.

Seit 30 Jah­ren be­wirt­schaf­tet die Fa­mi­lie Bän­nin­ger den Hof Sun­ne­rai und setzt seit 20 Jah­ren auf Pou­let­mast. Das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­un­ter­neh­men ver­kauft das Fleisch auch ab Hof. «Auf Be­stel­lung bie­ten wir Pa­ckun­gen von ei­nem Ki­lo­gramm an», führt Ruth Bän­nin­ger aus. Für die Schlach­tung und Ver­ar­bei­tung bis zum pfan­nen­fer­ti­gen Pro­dukt ist die Fir­ma Frif­ag zu­stän­dig, mit der ei­ne en­ge Zu­sam­men­ar­beit be­steht.

Au­to­mat mit High­techIn­nen­le­ben

Um die Qua­li­tät und die Fri­sche zu ga­ran­tie­ren, wird nichts dem Zu­fall über­las­sen. Da­vid Bän­nin­ger öff­net den Ap­pa­rat und zeigt des­sen ge­heim­nis­vol­les In­nen­le­ben. Ei­ne Fest­plat­te be­fin­det sich da­rin, wel­che die Be­die­nung, die Be­zah­lung und die Küh­lung über­prüft. Ei­ne App über­mit­telt die Er­geb­nis­se aufs Smart­pho­ne. «Da­mit kön­nen wir je­der­zeit ge­währ­leis­ten, dass die stren­gen Hy­gie­ne­vor­schrif­ten ein­ge­hal­ten wer­den», er­klärt er. Soll­te zum Bei­spiel die Küh­lung tem­po­rär aus­fal­len, lässt sich der Au­to­mat vom Kun­den nicht mehr be­die­nen. Es be­ste­he al­so kei­ne Ge­fahr, aus Ver­se­hen ein nicht ge­kühl­tes Hüh­ner­bein­chen zu er­hal­ten. «Das ist aus­ge­schlos­sen», be­kräf­tigt Bän­nin­ger. Auf neun Eta­gen mit ins­ge­samt 135 Fä­chern lie­gen im Kühl­au­to­ma­ten Pou­let­brüst­li, Steaks, Spiess­li und an­de­re Köst­lich­kei­ten be­reit. Das Grill­gut ist ma­ri­niert und pfan­nen­fer­tig zum Ver­zehr vor­be­rei­tet,

Zwei- bis drei­mal wö­chent­lich fah­ren Da­vid und Co­ni Bän­nin­ger zu den bei­den Au­to­ma­ten und fül­len die Fä­cher auf. So hat der Kun­de die Ge­wiss­heit, dass aus­schliess­lich hei­mi­sches Frisch­fleisch von ho­her Qua­li­tät zum Kauf an­ge­bo­ten wird.

Die Test­pha­se der zwei Ap­pa­ra­te ist auf drei Mo­na­te bis An­fang Sep­tem­ber an­ge­setzt. «Dann wer­den wir uns mit den Ver­ant­wort­li­chen der Lan­di Zürcher Un­ter­land, die uns den Platz zur Ver­fü­gung stellt, zu­sam­men­set­zen und die Zah­len aus­wer­ten», sagt Da­vid Bän­nin­ger.

«Wir über­leg­ten uns, wie wir als re­gio­na­le Pro­du­zen­ten dem Kun­den­wunsch, nach La­den­schluss et­was kau­fen zu kön­nen, ent­spre­chen kön­nen.»

Ruth Bän­nin­ger vom Em­bra­cher Hof Sun­ne­rai

Fo­to: Leo Wy­den

Das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­un­ter­neh­men aus Em­brach (v. l.): Da­vid Bän­nin­ger, Co­ni Bän­nin­ger mit Söhn­chen Da­vid, 18 Mo­na­te alt, und Ruth Bän­nin­ger. Auf dem Fo­to fehlt Ernst Bän­nin­ger.

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